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KI-Strategien der Länder im internationalen Vergleich: Darauf setzen Deutschland und Co.
08.05.2023 Eine Untersuchung internationaler Strategien im Umgang mit Künstlicher Intelligenz zeigt: Die Ausbildung von KI-Fachkräften hat hohe Priorität. Bei anderen Aspekten herrscht Dissens.
Ausbildung von KI-Fachkräften ist meistgenanntes Handlungsfeld
Die Untersuchung zeigt deutlich, dass der internationale Fokus auf der Ausbildung von Fachkräften liegt, um den durch die KI-Entwicklung angestoßenen strukturellen Wandel in Arbeitswelt, Wirtschaft und Gesellschaft zu gewährleisten. Das Handlungsfeld wird 21-mal in den untersuchten Strategiepapieren genannt und steht damit auf Platz 1 des Rankings. Länder wie Belgien oder Singapur möchten insbesondere neue Bildungs- und Ausbildungskonzepte entwickeln, welche Grundlagen der KI-Methoden vermitteln und Umschulungen, Trainings und Förderung von qualifiziertem Personal ermöglichen. In der Untersuchung finden sich aber auch Länder, wie Australien, Kanada oder Finnland, die die Ausbildung von KI-Fachkräften nicht als explizites Handlungsfeld definieren.Bereich Wirtschaft und rechtliche Rahmenbedingungen auf Platz 2 und 3
Insgesamt 18 Erwähnungen erhält der Bereich Wirtschaft in den untersuchten KI-Strategien und damit den zweiten Platz im internationalen Vergleich. Länder wie China, Dänemark oder Großbritannien mithilfe künstlicher Intelligenz die Produktivität verbessern, um hocheffiziente "Smart Economies" aufzubauen. Dafür sollen KI-Technologien in allen Wirtschaftsbereichen zum Einsatz kommen, um Wissenstransfer und Unternehmertum voranzutreiben. Zudem sollen künftig KMUs sowie globale KI-Start-ups intensiv gefördert werden.Platz 3 des Rankings der meistgenannten Handlungsfelder erhält die KI-Regulierung mit 16 Erwähnungen. Dieser Bereich beinhaltet zum einen das Bestreben nach rechtlichen Rahmenbedingungen für eine vertrauenswürdige KI, aber auch die Ideenfindung für mögliche gesetzliche Lockerungen für künftige Innovationen. Die Stärkung der Menschenrechte, Verbraucherschutz und Datensicherheit spielen ebenfalls eine Rolle bei den Überlegungen der 22 Länder im Bereich Regulierung.
