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Mehr als die Hälfte der Deutschen geht privat nie ins Web
25.11.2008 Während eine Studie nach der anderen zeigt, dass das Web längst Mainstream ist, hat jetzt eine repräsentative Untersuchung ergeben, dass mehr als jeder zweite Deutsche ein echter Web-Muffel ist und nie surft - zumindest privat.
Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Webnutzung von Bildung und Alter der Befragten abhängen. So liegt der Anteil der Internetnutzer mit gymnasialer Bildung (62 Prozent) mehr als doppelt so hoch wie bei den Hauptschulabsolventen (28 Prozent). Bei fast allen Hauptschulabsolventen (95 Prozent) wird das Fernsehen bevorzugt, während die PC-Nutzung mit nur 29 Prozent ein Schattendasein führt. Von den 42 Prozent Webnutzern ist vor allem die junge Generation aktiv. Mehr als zwei Drittel (71 Prozent) der 14- bis 29-Jährigen surfen regelmäßig (mindestens einmal in der Woche) im Internet.
Lediglich drei Bereiche werden mehrheitlich von den Internetnutzern regelmäßig in Anspruch genommen: Der Emailkontakt mit anderen (73 Prozent), die Informationssuche über ein bestimmtes Thema (60 Prozent), sowie das wahllose Surfen ohne bestimmte Ziele und Absichten (64 Prozent). Nur gut jeder vierte Befragte (28 Prozent) traut sich seine Bankangelegenheiten online zu tätigen. Auch das Onlineshopping sei weiterhin nur in Nischenbereichen eine Konkurrenz zum Einkauf in Handel und Geschäften. Nur gut jeder Fünfte (22 Prozent) hat in der letzten Woche wenigstens einmal im Internet eingekauft. Auch das Herunterladen von Spielen, Musik, Programmen oder Bildern bleibt für den Großteil der Internetnutzer uninteressant - lediglich elf Prozent wollen hiervon etwas wissen. Zuwächse sind bei Social Networks und beim Videoschauen (jeweils 20 Prozent) zu erwarten. Dagegen stellt das Internet-Dating für die meisten Deutschen keine Alternative zum Flirten im wirklichen Leben dar. Nur drei Prozent machen hiervon Gebrauch.
Für die Studie wurden 2.000 Personen ab 14 Jahren nach ihren Mediengewohnheiten gefragt.
