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Studie: Fast jeder Internetnutzer ab 65 Jahren shoppt online

14.08.2015 Rund 98 Prozent der deutschen Internetnutzer kaufen gelegentlich oder häufiger online ein. Selbst in der Generation 65 Plus ist dieser Wert kaum geringer. 77 Prozent der Online-Shopper kaufen sogar mehrmals pro Monat im Internet.

 (Bild: Razorfish)
Bild: Razorfish
Wer im Internet einkauft, tut dies immer häufiger. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom   unter 1.135 Internetnutzern ab 14 Jahren ergeben. Demnach kaufen drei von vier Online-Shoppern (77 Prozent) mindestens mehrmals pro Monat im Netz ein. Vor einem Jahr lag dieser Wert bei 65 Prozent. Zudem ist der Anteil der Online-Shopper im vergangenen Jahr noch einmal gestiegen - von 94 Prozent auf 98 Prozent. Das entspricht rund 54 Millionen Menschen. Deutlich zugelegt hat dabei der Anteil der älteren Online-Shopper: 97 Prozent der Internetnutzer ab 65 Jahren kaufen auch online ein, vergangenes Jahr waren es noch 88 Prozent.

Gründe für den Online-Einkauf:
Der Online-Handel überzeugt laut Umfrage vor allem mit Komfort, guten Preisen und einem breiten Angebot: 71 Prozent der Befragten erklären, dass die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten wichtig ist, wenn sie sich für den Online-Shop und gegen den stationären Handel entscheiden. Günstigere Preise sind für 59 Prozent der Befragten ausschlaggebend. 56 Prozent bevorzugen den Online-Kauf wegen des größeren Angebots und 37 Prozent entscheiden sich für das Internet, weil sie die Ware nach Hause geliefert bekommen wollen.

Gründe, im Stationärhandel einzukaufen:
Der stationäre Handel punktet vor allem damit, dass Kunden dort Produkte sofort anfassen und testen können. Dieser Faktor ist für 75 Prozent der Befragten wichtig. Dass sie das Produkt gleich mitnehmen können, spielt für 74 Prozent eine zentrale Rolle. 45 Prozent geben an, dass sie durch den Kauf im Laden die Versandkosten, die beim Online-Kauf eventuell anfallen, sparen wollen. Und 42 Prozent schätzen am Geschäft besonders die persönliche Beratung.

Showrooming und der ROPO-Effekt:
In der Praxis verwischen die Grenzen zwischen den Einkaufskanälen indes immer stärker. Viele Online-Shopper informieren sich im Geschäft, kaufen dann aber im Internet: 50 Prozent der Befragten tun das regelmäßig oder manchmal. Umgekehrt informieren sich auch viele zuerst im Internet, kaufen dann aber im Geschäft: 61 Prozent tun das regelmäßig oder manchmal. Weitere 39 Prozent vergleichen zumindest gelegentlich im Geschäft per Smartphone die Preise für ein Produkt oder eine Dienstleistung. Und jeder Zweite (52 Prozent) hat schon mal im Gespräch mit einem Verkaufsberater auf ein günstigeres Angebot im Internet verwiesen.

Diese Services sind gefragt:
Neue Cross-Channel-Angebote wie Click & Collect sowie Same Day Delivery stoßen bei den Befragten bereits jetzt auf großes Interesse: 46 Prozent sagen, dass sie sich vorstellen können, Click & Collect zu nutzen. Weitere 58 Prozent haben Interesse an Same Day Delivery. Darüber hinaus wünschen sich 58 Prozent der befragten Internetnutzer digitale Serviceangebote im stationären Handel. Dazu zählen zum Beispiel Smartphone-Apps, die den Kunden durch das Geschäft lotsen und Informationen zu Produkten oder Sonderangeboten anzeigen.

Frische Lebensmittel werden nur selten online gekauft
Immerhin 28 Prozent aller Online-Shopper haben bereits Lebensmittel oder Getränke im Internet gekauft, 2012 waren es erst 10 Prozent. 87 Prozent der Online-Shopper von Lebensmitteln haben ausschließlich haltbare Lebensmittel gekauft, bei 31 Prozent waren auch frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse dabei. 18 Prozent derjenigen, die schon einmal Lebensmittel online gekauft haben, tun das regelmäßig, 39 Prozent manchmal. 36 Prozent sagen, dass sie mit dem Einkauf von Lebensmitteln im Internet "sehr zufrieden" sind, 55 Prozent "eher zufrieden".

Gründe gegen den Online-Lebensmittelkauf
Wer noch keine Lebensmittel online gekauft hat, gibt dafür unterschiedliche Gründe an: 60 Prozent sagen, dass sie nicht auf eine Lieferung warten wollen. 59 Prozent haben Zweifel an der Frische der Lebensmittel. Die Versandkosten sind für zirka 32 Prozent ein Hinderungsgrund, lediglich 7 Prozent haben Datenschutzbedenken.
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