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Studie: Modehandel im Internet - nur Exzellenz zahlt sich aus

17.01.2017 Modemarken, die im Internet nicht präsent sind, riskieren, den Anschluss zu verlieren. Dies ist das Ergebnis der Studie "Online.Fashion.Shopping: Tough Market - Increasing Sophistication", für die die Unternehmensberatung A.T. Kearney 1.000 Kunden zu ihren Präferenzen und Gewohnheiten befragt sowie die Angebote führender Online-Händler untersucht hat.

 (Bild: sokpic/pixabay)
Bild: sokpic/Pixabay
Nach wie vor zieht ein Großteil der Konsumenten das stationäre Modegeschäft dem Internet vor, doch die Bedeutung des digitalen Vertriebs nimmt stetig zu. Wie die Befragungen zeigen, steigt im Internet der Wettbewerbsdruck, besonders auf niedrige Preise, vergleichen doch 80 Prozent der befragten Kunden die Preise online. Nur 20 Prozent tun das nie oder nur selten. Und mehr als die Hälfte der Befragten vergleichen auch zwischen Online- und Filialpreisen.

Dabei scheinen die Konsumenten genau zu wissen, was sie suchen, denn es ist weniger online geschaltete Werbung (nur 18 Prozent) als vielmehr der direkte Besuch der Markenseite (26 Prozent) oder ein Suchmaschinenergebnis (24 Prozent), das sie auf die Händlerseiten bringt.

Online-Einkauf ist nicht nur bequem

Bequemes Einkaufen und größere Auswahl sind die Hauptgründe für den Online-Kauf. Ebenso punkten Preisvorteile im Internet, bessere Verfügbarkeit, die Anprobe zu Hause und das Rückgaberecht. Der wichtigste Hebel, Online-Shopping attraktiver zu machen, ist laut Befragung ein niedriger Preis. Doch die Kunden nennen auch gravierende Nachteile des Online-Shoppings: mehr als ein Drittel sieht Schwierigkeiten, die richtige Größe und Passform zu finden. Auch schwer einzuschätzende Qualität der Ware und fehlende Beratung sind Minuspunkte.

Marktführer konzentrieren sich daher zurzeit auf verbesserte Produktinformationen, weitere Erhöhung der Bequemlichkeit und einen stärkeren Grad der Personalisierung.

Passform und Retouren adressiert

Mit detaillierten Produktbeschreibungen in Form von Catwalk Videos, 360-Grad-Ansichten oder Zoom-In-Funktionen reduzieren Unternehmen wie der britische Versandhandel Asos   die Retouren. Das Unternehmen bonprix   erleichtert das Finden der passenden Größe durch Virtual Dressing mit einem virtuellen Berater, der individuelle Maße und besondere Wünsche abfragt. Andere setzen zur Inspiration ihrer Kunden auf innovative Tools wie Gaming Apps.

Wie der Online Einkauf noch bequemer gestaltet werden kann, zeigt zum Beispiel Zalando  : der führende Online-Händler bietet Apps und Shopping-Funktionen für mobile Endgeräte. Auch ein breites Angebot an Zahlungsmöglichkeiten wie bei Mango oder die Wiederverwertbarkeit von Verpackungen für mögliche Retouren bei Net-à-Porter   senken die Hemmschwelle.

Mit individualisierten Produktempfehlungen (H&M  ) oder Fitting-Support (Otto  ), der bei Bedarf darauf aufmerksam macht, dass die Ware im Wunschkorb nicht zum üblichen Profil passt, personalisieren die Modehändler die Interaktion mit ihren Kunden.

"Die digitalen Champions machen in der Modebranche vor, wie im Internet zufriedene Kunden gewonnen werden können: nur mit Exzellenz. Gerade für mittelständische Modefirmen ist es nicht einfach mitzuhalten, fordert der Aufbau eines konkurrenzfähigen Onlineshops nicht nur hohe Investitionen, sondern auch Erfahrung und Expertise", kommentiert Mirko Warschun .

Es gilt, die Bedürfnisse der Kunden in punkto Preis, Information, Bequemlichkeit und Personalisierung auf sehr hohem Niveau zu treffen. Warschun empfiehlt: "Viele mittelständische Modefirmen sind gut beraten, über Kooperationen mit einer etablierten Marktplattform oder Outsourcing an einen spezialisierten Dienstleister nachzudenken, anstatt viel Geld in ein mittelmäßiges Angebot zu investieren. Internetkunden sind extrem wählerisch und entscheiden sich zum Kauf nur dort, wo das Internet mehr bietet als der stationäre Handel."
Neuer Kommentar  Kommentare:
kein Bild hochgeladen
Von: Achim Rieper ,  OTTO
Am: 17.01.2017

Zu: Studie: Modehandel im Internet - nur Exzellenz zahlt sich aus

Lieber Dominik,
wie kommst Du denn darauf, dass BonPrix ein französischer Versender ist? Bon Prix gehört zur OTTO Gruppe und sitzt in Hamburg Bramfeld.

Gruß
Achim Rieper
Von:  Dominik Grollmann ,  HighText Verlag OHG
Am: 18.01.2017

Zu: Studie: Modehandel im Internet - nur Exzellenz zahlt sich aus

Stimmt natürlich. Ist (war) ein Fehler. Hab's korrigiert. Danke!
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