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CDO-Report: KI-Nutzung wächst schneller als Datenreife
28.01.2026 Unternehmen treiben die Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) deutlich schneller voran als den Aufbau der dafür notwendigen Daten- und Governance-Grundlagen.
Vertrauensparadoxon bei Daten und KI
Trotz dieser Dynamik sieht ein Großteil der Datenverantwortlichen grundlegende Defizite. 57 Prozent nennen mangelnde Datenzuverlässigkeit als zentrale Hürde, um KI-Projekte aus Pilotphasen in den produktiven Betrieb zu überführen. Bei agentischer KI bezeichnet rund die Hälfte der Befragten Datenqualität als größte Herausforderung.Gleichzeitig zeigt sich laut Studie ein "Vertrauensparadoxon": 65 Prozent der Datenverantwortlichen glauben, dass die meisten Mitarbeitenden den für KI genutzten Daten vertrauen - obwohl strukturelle Probleme bei Qualität, Transparenz und Steuerung bestehen.
Governance hält mit KI-Nutzung nicht Schritt
Besonders kritisch bewerten viele Befragte den Stand der Governance. 76 Prozent geben an, dass die KI-Governance im eigenen Unternehmen nicht mit der tatsächlichen Nutzung von KI-Technologien durch Mitarbeitende Schritt hält. Damit steigen aus Sicht der Studienautoren Risiken in den Bereichen Datenschutz, IT-Sicherheit, Ethik und Regulierung.Für Digitalverantwortliche in Unternehmen und Agenturen bedeutet das: Während Fachbereiche zunehmend eigenständig KI-Tools einsetzen, fehlen häufig unternehmensweit abgestimmte Leitplanken für Datenquellen, Modellnutzung und Ergebnisvalidierung.
Neben technologischen und organisatorischen Defiziten sehen die befragten CDOs deutlichen Qualifizierungsbedarf. 75 Prozent halten zusätzliche Schulungen zur Datenkompetenz für notwendig, 74 Prozent sehen Nachholbedarf bei KI-Kompetenzen in der Belegschaft. Ziel sei es, Mitarbeitende in die Lage zu versetzen, KI-gestützte Ergebnisse einzuordnen und verantwortungsvoll zu nutzen.
Mehr Investitionen in Datenmanagement
Als Reaktion planen viele Unternehmen höhere Budgets. 86 Prozent der Befragten wollen ihre Investitionen ins Datenmanagement 2026 ausweiten. Die wichtigsten Treiber sind:- Verbesserung von Datenschutz und Datensicherheit (43 Prozent)
- Ausbau von Daten- und KI-Governance (41 Prozent)
- Weiterbildung der Mitarbeitenden in Daten- und KI-Kompetenzen (39 Prozent)
Damit verschiebt sich der Fokus von reiner KI-Experimentierfreude hin zu belastbaren Datenfundamenten und organisatorischen Strukturen.
Für Digitalagenturen, IT-Dienstleister und Beratungen zeigt die Studie einen klaren Markttrend: Unternehmen suchen nicht nur nach KI-Anwendungsfällen, sondern zunehmend nach Unterstützung bei Datenqualität, Governance-Strukturen und Enablement-Programmen. Anbieter, die technologische Implementierung mit Datenstrategie und Schulu
