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(N)Onliner-Atlas: Silver Surfer holen auf

09.07.2010 Das Internet etabliert sich in allen Teilen der Gesellschaft. 72 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind mittlerweile online. Nach wie vor gilt dabei aber, dass mit zunehmendem Alter die Internetnutzung abnimmt. Doch die Älteren holen auf.

Während die 14- bis 29-Jährigen bereits zu 95,8 Prozent das Internet nutzen und bei den 30- bis 49-Jährigen immer noch überdurchschnittliche 87,1 Prozent online sind, beginnt der Bruch bei der Generation 50plus. Trotz dem höchsten Wachstum von 4,7 Prozentpunkten innerhalb der drei genannten Altersgruppen, ist momentan nur knapp jeder Zweite ab 50 Jahren online (49,6 Prozent Online-Anteil). Das sind die zentralen Ergebnisse der Internetnutzung nach Altersgruppen im (N)ONLINER Atlas 2010, einer Studie der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest.


Dabei kann man nicht pauschal die gesamte Generation 50plus als wenig internetaffin bezeichnen. Ein genauer Blick auf diese Altersgruppe zeigt ein differenziertes Bild. Die 50- bis 59-Jährigen liegen mit 71,8 Prozent Internetnutzung noch nah am Bundesdurchschnitt. Bei den 60- bis 69-Jährigen fällt dieser Wert bereits auf 54,0 Prozent und bei den über 70-Jährigen ist nur noch knapp jeder Vierte online (23,3 Prozent Internetnutzung). Positiv ist zu werten, dass die 60- bis 69-Jährigen mit 5,5 Prozentpunkten den größten Anstieg bei der Internetnutzung aller Altersdekaden zu verzeichnen haben. Auch bei den über 70-Jährigen stieg der Onliner-Anteil mit 4,4 Prozentpunkten weit überdurchschnittlich, was den Nachholbedarf nochmals verdeutlicht.

Schlüsselt man die Internetnutzung in Deutschland nach Alter und Geschlecht auf, werden besonders bei der Generation 50plus große Unterschiede deutlich. Männer nutzen im Durchschnitt häufiger das Internet als Frauen. Während dieser Unterschied bei den 14- bis 49-Jährigen im einstelligen Bereich liegt, bricht die Internetnutzung bei den Frauen über 50 Jahren deutlich ein. In der Altersdekade der 50- bis 59-Jährigen sind noch knapp 80 Prozent der Männer online, bei den Frauen allerdings schon weniger als zwei Drittel (64,6 Prozent). Die größten Nutzungsunterschiede gibt es in den Altersgruppen 60 bis 69 Jahre und 70plus. Hier betragen die Abstände zwischen den Geschlechtern gar 22,7 bzw. 22,2 Prozentpunkte.

Die aktuellen Wachstumsraten zeigen auch, dass sich dieser Abstand in den nächsten Jahren nicht oder nur marginal ändern wird: Denn während bei den Männern über 70 Jahren der Online-Anteil um 4,9 Prozentpunkte stieg, liegt er bei den Frauen dieser Altersgruppe bei 3,8 Prozentpunkten.
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