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Digitalisierung im interaktiven Handel eröffnet neue Wertschöpfungsketten
11.01.2018 Bei der zum zweiten Mal erstellten Open-Source-Studie "Nachhaltigkeit im Interaktiven Handel" des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. kristallisierte sich heraus, dass mehr Digitalisierung großes Potential für eine Vertikalisierung der Wertschöpfungskette birgt.
Laut Weißbuch machten Online Marktplätze, wie Ebay oder Amazon , 2015 über 50Prozent des Online-Handels aus. Gefolgt von Multi-Channel-Vertrieb mit 29,8 Pprozent entfielen auf Internet-Pure-Player wie Zalando, noch 13,5 Prozent. Online-Shops stationärer Händler waren mit 11,2 Prozent vertreten. Dabei wiesen die Online-Shops von Herstellern, die 2015 nur 2,3 Prozent des Online-Handels ausmachten, im Vergleich zum Vorjahr eine beachtliche Wachstumsrate von 24 Prozent mit einem anteiligen Umsatz mehr als 1 Mrd. Euro aus. Je bekannter eine Marke, je weniger stark der Sortimentsverbund, je höher
der Wert eines Produktes und je größer der Bequemlichkeitsaspekt einer Heimlieferung, umso eher wird ein Produkt über den Online-Shop direkt beim Hersteller gekauft.
Die Meinungen der Befragten gehen mehrheitlich dahin, dass die Vertikalisierung der Wertschöpfungskette vollkommen neue Geschäftsmodelle birgt, die sich entwickeln werden. So könnten in Zukunft nicht mehr nur die Produkte, sondern deren Nutzung vom Hersteller verkauft werden. Dabei würden Produkt- und Dienstleistungsangebote miteinander verschmelzen: so könnte ein Hersteller nicht mehr nur das Produkt 'Waschmaschine', sondern die Kombination aus Produkt und Dienstleistung "saubere Wäsche" verkaufen. Dies beinhalte nicht nur das(Reinigungs-)Gerät, sondern auch das Waschmittel und die Instandhaltung, sowie die Lieferung und den Einbau von Ersatzteilen. Diese neuen Geschäftsmodelle führe zusammen mit einem verstärkten Einsatz neuer Technologien, wie 3D-Druckern, langfristig zu Produktionsverlagerungen ins Inland, da die Kosten für eine Nutzung sinken und eine schnelle Integration oder der Austausch von Teilen für den Kunden im Vordergrund stehen würde (auch gekoppelt mit neuen Logistikkonzepten).
