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Enterprise-KI aus Deutschland: Aiconiq.io setzt auf ein "Corporate Brain"
04.03.2026 Mit einem eigenen KI-Wissenssystem will das Startup Aiconiq.io Unternehmen produktiver machen und Kosten senken. Das Konzept: ein unternehmensspezifisches "Corporate Brain", das KI-Agenten mit internem Wissen versorgt. Erste Unternehmen setzen die Technologie bereits ein.
Dazu bündelt das Corporate Brain internes Unternehmenswissen und stellt es KI-Agenten zur Verfügung. Diese sollen dadurch Aufgaben eigenständig bearbeiten können, etwa in Geschäftsprozessen oder Entscheidungsabläufen. Nach Angaben des Unternehmens konnte etwa im Mittelstand eine Kostenreduktion von 50 Prozent durch die Optimierung von ERP-Prozessen erreicht werden.
Gegründet wurde Aiconiq.io von dem KI-Forscher und Seriengründer Prof. Dr. Peter Gentsch sowie dem Deep-Tech-Experten Michael Patrushev . Beide bringen Erfahrung aus KI-Forschung, Engineering-Projekten und dem Aufbau technologieorientierter Unternehmen ein.
Unternehmenswissen als Grundlage für KI-Agenten
Das Corporate Brain soll explizites und implizites Wissen eines Unternehmens integrieren. Neben Dokumenten und Datenbeständen fließen nach Unternehmensangaben auch Erkenntnisse aus Gesprächen, Meetings und Erfahrungswissen von Mitarbeitenden ein. Ein Teil dieses sogenannten Tacit Knowledge werde etwa durch KI-gestützte Interviews mit Fachkräften erfasst."Autonom agierende KI-Agenten können erst dann wirklich Nutzen bringen, wenn sie auf unternehmensspezifisches Organisations-, Prozess- und Entscheidungswissen zugreifen", erklärt Co-Gründer Gentsch.
Anders als klassische Large Language Models, die vor allem öffentlich verfügbare Informationen nutzen, sollen die Agenten so auf unternehmensinternes Wissen zugreifen können. Dadurch sollen sie Aufgaben im Unternehmen eigenständig und kontextbezogen bearbeiten.
Fokus auf Datensouveränität und europäische Infrastruktur
Ein weiterer Schwerpunkt liegt laut Unternehmen auf der Kontrolle über Daten und KI-Systeme. Die Plattform kann demnach entweder lokal im Unternehmen oder in europäischen Cloud-Umgebungen betrieben werden und erfüllt nach Angaben des Anbieters die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung.Damit sollen Unternehmen vermeiden, dass ihre Daten in Abhängigkeit von internationalen Cloud-Anbietern geraten oder unter Zugriffsgesetze wie den US Cloud Act fallen.
Neben der KI-Plattform arbeitet das Startup intern mit einer sogenannten "Aiconiq Factory". Dabei handelt es sich um eine Entwicklungsumgebung mit stark automatisierten Prozessen und KI-gestützten Software-Pipelines, die neue Lösungen schneller entwickeln und ausrollen soll.
