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Nutzlos, langweilig, nervig: Deutsche Nutzer stellen Online-Werbung Katastrophen-Zeugnis aus
23.01.2018 Online-Werbung schneidet in der Nutzer-Wahrnehmung katastrophal ab: Die Wirkung ist gering bis nicht vorhanden, dafür nervt sie die Nutzer einer repräsentativen Umfrage unter über 1.000 Menschen ab 16 Jahren von Werbewirkungsforscher IMAS .
Anzeigen in Zeitschriften und Zeitungen werden von den Deutschen sehr geschätzt: Sie nerven kaum, bieten aber nützliche Informationen und insbesondere Werbungen in Zeitschriften besitzen durchaus Unterhaltungswert. Ganz abgesehen davon, dass mit einer einzelnen Werbeanzeige oft mehrfach Kontakt entsteht. Wer seine Auto-oder Modezeitschrift mit aufs Klo schleppt, weiß davon zu berichten.
Positiv im Bewusstsein verankert ist außerdem OutofHome-Werbung, wie Plakate und CityLights. Sie stören am allerwenigsten, geben oft nützliche Tipps und bieten Abwechslung im Straßenbild.
Den größten Nervfaktor besitzt Werbung im Fernsehen. Sie hat allerdings auch ihre Vorteile und das lineare Fernsehen wird gleichzeitig als das nützlichste und unterhaltsamste Werbemedium angesehen.
Zu einer ähnlichen Einschätzung kommen die Befragten für Werbung im Radio. Allerdings stört, nützt und unterhält Radio-Werbung auf deutlich niedrigerem Niveau als Werbung im Fernsehen.
Postwurfsendungen verstopfen oft die Briefkästen und werden daher als nervig angesehen. Es überwiegt jedoch die Einschätzung, dass diese Form der Werbung nützliche Informationen bietet und das Durchblättern durchaus unterhaltsam ist.
Mit einem überwiegend nervigen Image behaftet sind Werbeformen, wie Popups, Videos und Banner im Internet sowie Emails. Im Gegenzug wird ihnen geringe Nützlichkeit und wenig Unterhaltungswert bescheinigt. Jüngere Personen bringen für diese Art der Werbung keineswegs mehr Toleranz auf; sie fühlen sich noch mehr gestört, entdecken aber andererseits etwas häufiger nützliche und amüsante Informationen in den Kanälen Internet und Email. Man darf aber trotzdem davon ausgehen, dass sie möglichst rasch weggeklickt wird oder ungelesen im Papierkorb landet.

