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Corona: Zwei Drittel wünschen sich Online-Sprechstunden beim Arzt

01.04.2020 66 Prozent der Deutschen sorgen sich vor Ansteckungsgefahr in den Praxen. Die Mehrheit schreibt der Digitalisierung ein großes Potenzial bei der Entwicklung eines Gegenmittels gegen das Corona-Virus zu.

 (Bild: Pixabay/Free-Photos)
Bild: Pixabay/Free-Photos
Volle Wartezimmer, überlastete Kliniken: Die Mehrheit der Bundesbürger würde den Arztbesuch angesichts der Corona-Pandemie gern ins Internet verlegen. Zwei Drittel (66 Prozent) meinen, Ärzte sollten Online-Sprechstunden anbieten, um die Ansteckungsgefahr in der Praxis zu reduzieren. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 1.000 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser . Damit ist der Zuspruch für virtuelle Arztbesuche deutlich gestiegen: Im Frühjahr 2019 gaben in einer Bitkom-Umfrage erst 30 Prozent an, sie könnten sich vorstellen, das Angebot einer Online-Sprechstunde wahrzunehmen, weitere 5 Prozent hatten dies zu diesem Zeitpunkt schon einmal getan.

Die Krankenkassen übernehmen seit April 2017 die Kosten einer Online-Sprechstunde. Im Mai 2018 hatte der Deutsche Ärztetag den Weg dafür geebnet, dass sich Patienten auch ohne vorherigen persönlichen Arztbesuch via Videochat behandeln lassen können - wenn dies ärztlich vertretbar ist und die erforderliche ärztliche Sorgfalt gewahrt bleibt. 14 von 16 Bundesländern haben die ärztliche Berufsordnung inzwischen entsprechend angepasst. Bei der Online-Sprechstunde kommunizieren Arzt und Patient über einen zertifizierten Videodienstanbieter, der für einen sicheren technischen Ablauf sorgt. Nötig sind neben einer Internetverbindung eine Webcam, Lautsprecher und ein Mikrofon - also technisches Equipment, das in Tablets und Smartphones bereits standardmäßig enthalten ist.

Zugleich hat ein Großteil der Bundesbürger großes Vertrauen in die Potenziale der Digitalisierung in Bezug auf die Bekämpfung des Coronavirus und die Heilung erkrankter Menschen. So sagen 84 Prozent, digitale Technologien können dabei helfen, mehr über das Coronavirus zu erfahren und ein Gegenmittel zu finden, etwa durch die automatisierte Analyse von Patientendaten.

Eine Übersicht über Digitale Hilfeleistungen für Patienten und Health Professionals in Zeiten von Corona hat der Bitkom hier zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser zusammengestellt.

(AutorIn: Christina Rose )

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