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KI: Organisation will Standards für ethische Aspekte setzen
30.07.2018 Die acht großen internationalen Standardisierungsorganisationen haben die Open Community for Ethics in Autonomous and Intelligent Systems (OCEANIS ) in Wien gegründet. Das Ziel der Organisation ist es, ethische Aspekte in der Normung von autonomen und intelligenten Systemen transparent zu verankern.
Technologie- und Innovationsunterstützung
Im Rahmen von OCEANIS wollen die Standardisierungsorganisationen weltweit eng zusammenarbeiten, um technische Lösungen zu entwickeln, die sich lokal wie auch global anwenden lassen und Wirtschaft, Politik und Gesellschaft Orientierung bieten. Der VDE bringt hierzu sein Know-how in der Technologie- und Innovationsunterstützung mit ein. Mit Normung und Standardisierung, mit wissenschaftlicher Expertise und einem breiten gesellschaftlichen Dialog soll die Gesellschaft nicht nur über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz aufgeklärt werden, sondern sie bei der Überwindung von Ängsten unterstützt werden durch OCEANIS.Gemeinsam mit Philosophen und Theologen zu Normen finden
Das Verhalten einer KI speist sich aus den Algorithmen, die der Programmierer per Code festlegt, und aus Trainingsdaten, mit denen die KI lernt, welche Interpretation von Daten erwünscht ist. Die Normungsexperten setzen bei beiden an: Zusammen mit Experten aus der Philosophie, Theologie, Psychologie, und Soziologie wollen sie einen Katalog an Anforderungen erarbeiten, die einer ethischen künstlichen Intelligenz "beizubringen" sind. "Letztlich führt kein Weg daran vorbei, dass sich die internationale elektrotechnische Community Gedanken über das "richtige" und "falsche" Verhalten macht, auf das eine KI trainiert werden soll." Dadurch entstünde auch ein Zwang, Entscheidungen zu diskutieren, um die Ingenieure bisher herum gekommen waren. "Wir müssen raus aus unserer technischen Komfortzone und in den Dialog mit Experten anderer Disziplinen, wie den Geistes- und Sozialwissenschaften, treten und gemeinsam ethische Leitlinien für KI entwickeln, die weltweit in der Elektro- und Informationstechnik akzeptiert werden und dann auch Gültigkeit haben", sagt Michael Teigelervom VDE. Er sieht OCEANIS damit als eine Organisation, in der elektrotechnische Standardisierungsorganisationen zusammen mit anderen Organisationen Hand in Hand zusammenarbeiten. Die abgestimmten Leitlinien werden dann über die jeweiligen Standardisierungsorgane direkt in die internationale elektrotechnische Normung fließen. "Wir alle tragen Verantwortung dafür, wie KI eingesetzt wird. Und es gilt immer noch, wer die Norm macht, hat den Markt", schließt Teigeler ab.Zu den Gründungsmitgliedern von OCEANIS gehören:
DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (VDE/DKE) , Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) , Britisches Normungsinstitut (BSI) , Chinesisches Institut für elektronische Normung (CESI) , Institut für Elektrotechnik und Elektronik, Normenvereinigung (IEEE-SA) , Österreichische Elektrotechnische Vereinigung Prüfung und Zertifizierung (OVE) , Österreichische Normen International (A.S.I.) , Nationale Normungsbehörde Irlands (NSAI) , Servicio Ecuatoriano de Normalization (INEN) , Türk Standardlari Enstitüsü (TSE)
Die OCEANIS-Gemeinschaft ist für alle interessierten Organisationen offen und gemeinnützig.
