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Mangelnde Regulierung: Im Internet der Dinge droht das Daten-Armageddon

19.06.2015 Immer mehr Geräte werden zum Internet der Dinge vernetzt - doch noch fehlt es an regulatorischen Vorgaben und Sicherheitskonzepten, um die immense Datenflut zu verwalten, beklagt die Software AG.

 (Bild: Deutsche Telekom)
Bild: Deutsche Telekom
Die Software AG   hat in der Studie "How Effective Use of Data Improves Operational Processes  " die wichtigsten Trends des Internet-of-Things(IoT)-Marktes untersucht. Demnach sind 73 Prozent der befragten Unternehmen der Meinung, dass sich aus den durch IoT-Anwendungen wachsenden Datenmengen eine große Herausforderung ergibt. Insbesondere hinken gesetzliche Vorgaben und Sicherheit der Entwicklung noch hinterher.

Die wichtigsten IoT-Trends aus Sicht der Software AG:
  • Der virtuelle Assistent ist immer dabei: Durch das IoT steht Konsumenten ein virtueller Assistent zur Verfügung, der im eigenen Heim ein teilautonomes Handeln ermöglicht. Er überwacht Dinge, die mit Sensoren ausgestattet sind, beispielsweise um online den Glühbirnen-Vorrat aufzufüllen, verschreibungspflichtige Medikamente zu bestellen oder Lebensmittel zu kaufen. Verbraucher werden diesem Trend jedoch erst folgen, wenn Sicherheit und Datenschutz garantiert werden können.
  • Mehr gesetzliche Vorschriften erforderlich: Auch Aufsichtsbehörden erkennen zunehmend, dass Sicherheitsangriffe völlig unerwartet von jedem beliebigen Punkt im IoT ausgehen können. So kann einer Bank ihre intelligente Gebäudeleittechnik zum Verhängnis werden oder eine ganze Stadt könnte lahmgelegt werden, wenn sich ein Angreifer in das intelligente Stadtverkehrssystem einschleust. Compliance und Governance müssen daher weiterentwickelt werden, um einen Rechtsrahmen für das Internet der Dinge zu schaffen.
  • Intelligente Städte und das Risiko des IoT: Mit dem IoT wächst auch die Intelligenz von Städten. Um ein angemessenes Risikomanagement zu gewährleisten, müssen Kommunalverwaltungen daher neue Vorgaben erlassen. Dabei sind beispielsweise folgende Fragen zu klären: Wer ist verantwortlich, wenn eine intelligente Ampel ausfällt und es zu einem Verkehrsunfall mit zahlreichen Beteiligten kommt? Die Stadt? Der Technologieanbieter? Der Autohersteller? Darüber hinaus ist auch das Versicherungsrisiko in dieser vernetzten Welt einzukalkulieren.
  • Das Daten-Armageddon steht bevor: Unternehmen müssen stabile, ausgereifte Lösungen auf speziellen Plattformen für digitale Geschäfte auf- und ausbauen, um nicht in der unvermeidlichen Datenflut zu versinken. Zwar gehen 95 Prozent der Unternehmen davon aus, dass ihnen durch die Verbreitung des IoT in den nächsten beiden Jahren Vorteile entstehen, doch der Großteil (65 Prozent) hat enorme Schwierigkeiten, Big Data in Echtzeit zu analysieren. Knapp 75 Prozent sind kaum in der Lage, brauchbare Analysen zu ihrem aktuellen Datenfluss zu erstellen.
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