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Jeder Bundesbürger, jeden Monat: Drei Stunden am Handy
30.05.2011 Trotz des Booms bei SMS und dem mobilen Surfen im Internet: Telefonieren ist nach wie vor die wichtigste Funktion von Handys. Die Summe der Handy-Gespräche stieg in Deutschland im vergangenen Jahr um fast 6 Prozent auf 180 Milliarden Minuten. Somit telefonierte jeder Bundesbürger 2010 im Schnitt gut drei Stunden im Monat mobil.
Verantwortlich für den Boom bei den Gesprächsminuten sind insbesondere günstige Flatrates und Volumentarife. Besonders stark ist die Zahl der abgehenden Gesprächsminuten gestiegen, um acht Prozent auf 101 Milliarden. Laut Bundesnetzagentur werden rund zwei Drittel dieser Minuten nicht extra abgerechnet, sondern sind in Flatrates oder Zeitvolumen inkludiert. Dies führt mit dazu, dass die Erlöse der Mobilfunkbetreiber mit Sprachdiensten rückläufig sind: In Deutschland erwartet der Bitkom nach einem Rückgang von 2,2 Prozent im Vorjahr ein Minus von 3,5 Prozent im Jahr 2011 auf 15,8 Milliarden Euro.
In Deutschland gibt es knapp 110 Millionen Mobilfunkverträge, rund 1,3 pro Einwohner. Nach einer repräsentativen BITKOM-Umfrage besitzen 83 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahre mindestens ein Handy. Damit telefonierte jede dieser Personen im Schnitt 42,5 Stunden im Jahr mobil, das sind 3,5 Stunden im Monat. 96 Prozent der Handybesitzer telefonieren nach eigenen Angaben täglich mit dem Mobiltelefon.
