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ZEW: Chinesen investieren verstärkt in deutsche Firmen

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27.04.2018 Während im Jahr 2009 nur zwei Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) deutscher Unternehmen durch China verzeichnet wurden, stieg die Anzahl chinesischer Übernahmen im Jahr 2016 auf 21 und im Jahr 2017 auf 20 - eine Verzehnfachung der M&A-Aktivitäten. Zu diesen Ergebnissen kommen aktuelle Untersuchungen des ZEW  .

 (Bild: SKopp)
Bild: SKopp
Deutsche Unternehmen sind für China zunehmend attraktiv. Seit gut zwei Jahren kaufen chinesische Investoren vermehrt deutsche Unternehmen mit entsprechendem Knowhow. In den vergangenen zwei Jahren stieg zudem das Übernahmevolumen deutlich an und erreichte mit rund fünf Milliarden Euro im Jahr 2017 einen Rekordwert. Dies ergaben die Auswertungen der Zephyr-Datenbank von Bureau van Dijk   durch den ZEW.

Im Jahr 2017 lag China auf Platz neun der Länder, die in deutsche Firmen investierten. Ganz vorne waren die USA, die Schweiz und Frankreich mit jeweils 83, 41 und 40 Übernahmen. In diese Spitzengruppe könnte China mittelfristig hineinstoßen. China beginne, sich mehr und mehr für deutsche Technologien zu interessieren. Vor allem kleine bis mittelgroße Technologiefirmen, sogenannte 'Hidden Champions', zögen das Interesse chinesischer Investoren auf sich, erklärt Niklas Dürr, Projektleiter beim ZEW für den halbjährlich erscheinenden M&A-Report, die Untersuchungsergebnisse.

Insbesondere das Übernahmevolumen stieg in den vergangenen zwei Jahren auf aktuell rund fünf Milliarden Euro an. Insbesondere die Übernahme des Roboterherstellers Kuka   mit 3,7 Milliarden Euro im Januar 2017 zog dabei große öffentliche Aufmerksamkeit auf sich.

Insgesamt war China - gemessen an der Anzahl - zwar nur für etwa fünf Prozent aller Übernahmen deutscher Firmen durch ausländische Investoren im Jahr 2017 verantwortlich, verzeichnete allerdings beim Übernahmevolumen knapp 21 Prozent. Weitere wichtige chinesische Firmenkäufe betrafen 2017
allesamt die Technologiebranche und unterstreichen das sich wandelnde chinesische Selbstbild hin zu einer Wirtschaft, die Wertschöpfung durch Innovationen erreicht.

Dieser Trend setzte sich im Januar und Februar 2018 fort, so wurden in diesen Monaten bereits drei deutsche Automobilzulieferer an chinesische Investoren verkauft. "Die Übernahmegerüchte um den Bekleidungskonzern C&A   zeigen außerdem, dass weitere Branchen für chinesische Investoren interessant werden", kommentierte der Projektleiter die aktuelle Situation.
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