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Studie: Deutsche Marketing-Manager haben kaum Grund zum Jammern
08.06.2015 In deutschen Unternehmen herrschen beste Voraussetzungen für Kundenmanagement - zumindest, wenn man die Lage mit der Situation in Frankreich und England vergleicht. Feste und steigende Budgets kennt dort nicht jeder. Einziger Nachteil: In Deutschland muss dafür auch gearbeitet werden.
Finanziell sind deutsche Entscheider im Marketing und Vertrieb besser ausgestattet als ihre französischen und britischen Kollegen. Fast alle (98 Prozent) verfügen über ein dediziertes Budget für Kundenmanagement. Dies trifft in Großbritannien nur auf 60 Prozent und in Frankreich noch nicht einmal auf jeden zweiten Befragten zu. Dieses Budget konnten fast alle deutschen Vertriebs- und Marketingverantwortliche von 2013 auf 2014 steigern, während das in Großbritannien 86 Prozent und in Frankreich nur 41 Prozent gelungen ist.
Wer viel investiert, will dafür aber auch Ergebnisse sehen. Daher überlassen Unternehmen hierzulande den Marketingerfolg nicht dem Zufall. Fast alle geben klare Zielvorgaben für das Kundenmanagement aus. In Großbritannien tun dies 87 Prozent, in Frankreich nur drei Viertel der Unternehmen. Damit Vertriebs- und Marketingaktivitäten nicht zufällig von Erfolg gekrönt sind, verfolgen die meisten deutschen Entscheider einen strategischen Ansatz: 93 Prozent haben eine Kundenmanagement-Strategie entwickelt und umgesetzt. In Großbritannien und Frankreich arbeiten nur drei Viertel der Befragten strategisch.
"Die Voraussetzungen in deutschen Unternehmen sind hervorragend. Dennoch gibt es viel zu tun, denn die Erwartungen zwischen Unternehmen und Kunden liegen oft meilenweit auseinander", erklärt Elmar Stenzel, CRM-Experte bei Sopra Steria Consulting. "Die Kundenmanagement-Strategie muss - wo vorhanden - stärker an den Wünschen und Erwartungen der Endverbraucher ausgerichtet werden."
Sopra Steria hat für die Studie "Voice of the Customer" insgesamt 413 Marketing- und Kundenverantwortliche in Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragt, darunter 165 deutsche Entscheider. Die Befragten gehören den Branchen Banken, Versicherung, Logistik, Telekommunikation, Medien, Energie und Handel an. Zu 55 Prozent sind darunter Unternehmen mit einer Mitarbeiterzahl zwischen 1.000 und 4.999 und zu 45 Prozent Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern vertreten. Darüber hinaus wurden im Rahmen der Studie in den drei Ländern 602 Endverbraucher befragt.
