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Recruiting: Deutsche Firmen vernachlässigen ausländische Fachkräfte

23.02.2017 Trotz der Internationalisierung ihrer Märkte rekrutiert nur eine Minderheit der deutschen Unternehmen global. So setzen gerade einmal knapp 40 Prozent der Unternehmen darauf, Mitarbeiter im Ausland zu gewinnen.

 (Bild: Bankenverband)
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Bild: Bankenverband unter Creative Commons Lizenz by-nd
Bevorzugt rekrutieren deutsche Unternehmen daher innerhalb Deutschlands (55 Prozent), vier von zehn suchen sogar nur regional (40 Prozent). Mitarbeiter global (23 Prozent) und europaweit (12 Prozent) zu gewinnen, steht hingegen kaum auf der Rekrutierungsagenda. Dies zeigen die Ergebnisse des HR-Reports 2017 von dem Personaldienstleister Hays   und dem Institut für Beschäftigung und Employability (IBE)  , für den knapp 600 Entscheider befragt wurden.

Deutsche Unternehmen, die außerhalb der Landesgrenzen nach Mitarbeitern suchen, gehen dafür primär in das deutschsprachige Ausland (43 Prozent), gefolgt von Westeuropa (27 Prozent). Fachkräfte aus Süd- und Nordeuropa spielen trotz der dortigen hohen Arbeitslosigkeit mit jeweils zwei Prozent nur eine marginale Rolle.

Obwohl deutsche Unternehmen auf vielen außereuropäischen Märkten agieren, spiegelt sich dies bei der Rekrutierung nicht wider. Nur vier bis sieben Prozent rekrutieren in China, Indien und den USA. Um neue Fachkräfte zu gewinnen, nutzen die Befragten vor allem Jobportale im Internet (82 Prozent) und ihre eigenen Rekrutierungskanäle (68 Prozent).

Darüber hinaus greifen 49 Prozent der Unternehmen auf externe Personaldienstleister zurück. Im Vergleich zum letzten Jahr nutzen sie vor allem Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programme (Anstieg von 36 Prozent auf 43 Prozent) und Social-Media-Plattformen (Anstieg von 18 Prozent auf 28 Prozent) häufiger.
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