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München und Frankfurt sind bei ITK-Innovationen vorn
04.02.2011 Das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2010 von rund 3,6 Prozent schlägt sich auch auf die Investitionen mittelständischer Unternehmen in Informations- und Kommunikationstechnologien (ITK) nieder. Im vergangenen Jahr stieg das Volumen um gut zwei Prozent, nachdem es im Jahr zuvor um rund 2,5 Prozent gefallen war. Der bundesweite Durchschnitt an jährlichen Ausgaben in ITK stieg damit 2010 auf 1.900 Euro pro Arbeitsplatz, hat jedoch den Wert von vor 2009 (2008: 1.910 Euro) noch knapp verfehlt.
Die deutsche Investitionslandkarte zeigt bei den ITK-Ausgaben in Bundesländern und Städten im Gegensatz zu den Vorjahren ein gemischtes Bild: Zwar gibt es auf den Spitzenplätzen eins und zwei keine Veränderungen - die Region München liegt mit 2.558 Euro pro Arbeitsplatz, trotz eines Rückgangs bei den Ausgaben um einen Prozentpunkt, nach wie vor auf Platz eins, gefolgt von Frankfurt (2.367 Euro) mit einer Steigerung von 4,1 Prozentpunkten.
Dahinter kommt jedoch Bewegung in die Regionenrangliste. Berlin (2.334 Euro) hat Stuttgart (2.239 Euro) nun überraschend hinter sich gelassen und beansprucht allein den dritten Platz. Dahinter folgt Mannheim (2.224 Euro), das sich um drei Plätze verbessern konnte. Die Top-Regionen liegen damit weit über den jährlichen deutschen Durchschnittsausgaben von 1.900 Euro pro Arbeitsplatz in Hardware, Software, Services und Kommunikations-Equipment.
Einige Regionen konnten in der Rangliste große Sprünge nach vorne machen. Der Spitzenaufsteiger 2010 ist die Region Passau, die sich um 22 Ränge auf Platz 54 verbesserte (2009: Platz 76). Zu den Aufsteigern zählen zudem die Region Cottbus, die sich von Platz 57 auf 36 hoch arbeitete, sowie Leipzig mit einer Verbesserung von 20 Plätzen auf den 61. Rang. Am Schluss des Rankings steht die Region Göttingen, die mit 1.703 Euro auf den 87. und somit letzten Platz landet (2009: Platz 85).
Bundesländer im Vergleich: Hessen behauptet Rang 1, Sachsen bleibt Schlusslicht
Im Vergleich der Bundesländer konnte Hessen den bundesweiten Spitzenplatz nach 2008 und 2009 auch im Jahr 2010 behaupten, mit einem durchschnittlichen Investitionsvolumen von 2.008 Euro. Großer Aufsteiger 2010 war Baden-Württemberg, das mit einer durchschnittlichen Investition von 1.956 Euro vom fünften auf den dritten Rang kletterte und damit Bayern (1.951 Euro) verdrängte. Der beste Aufsteiger des Vorjahres Hamburg/Schleswig-Holstein konnte seinen zweiten Platz mit 1.966 Euro behaupten.
Dabei profitiert Schleswig-Holstein aufgrund der räumlichen Zuordnung zu Hamburg sehr stark von den überdurchschnittlich hohen Investitionen in der Hansestadt. Am Schluss der Bundesländer-Rangliste ist es Sachsen nicht gelungen, den letzten Rang zu verlassen, obwohl vier der fünf Regionen sich gegenüber 2009 verbessern konnten - am deutlichsten Leipzig mit 20 Plätzen. Mit einer durchschnittlichen Investitionssumme von lediglich 1.794 Euro pro Arbeitsplatz bleibt der Freistaat Schlusslicht im Ranking. Mittelständische Unternehmen in Hessen geben somit rund 214 Euro mehr für ihre IT- und Telekommunikationsinfrastruktur pro Arbeitsplatz aus als jene in Sachsen.
Ausgaben im Vergleich: Größter Posten bleibt Services
Bei der Verteilung der Ausgaben gibt es keine großen Überraschungen bei den Unternehmen unter 500 Mitarbeitern. Im Jahr 2010 gaben sie 36,6 Prozent des ITK-Budgets für Services, d.h. Dienstleistungen wie Beratung und Training aus. 2009 waren es 36,7 Prozent. 29,7 Prozent aller Ausgaben entfielen auf Software (2009: 29,1 Prozent), 21,8 Prozent auf Hardware (2009: 22,0 Prozent). Der kleinste Anteil aller Ausgaben wurde in Kommunikations-Equipment investiert, nämlich 11,9 Prozent, gegenüber 12,1 Prozent im Jahr 2009.
Das komplette Ranking
