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LCD-Erfinder erhält Europäischen Erfinderpreis für sein Lebenswerk

29.05.2013 Ob Handys, Tablets, PCs, Fernseher oder in Zukunft Smartwatches: Ohne LCD-Bildschirm sind sie kaum vorstellbar - und damit auch nicht ohne den Erfinder der Liquid-Crystal-Displays Martin Schadt. Der Schweizer Physiker erhielt nun für die patentgeschützte Erfindung der Flüssigkristall-Bildschirme den Europäischen Erfinderpreis 2013   in der Kategorie Lebenswerk.

1970 erfand Martin Schadt die erste flache flüssigkristalline Anzeige, die besser als LCD bekannt ist. Während seiner Forschungstätigkeit in einem Labor des pharmazeutischen Unternehmens F. Hoffmann-La Roche   in Basel entdeckte er, dass Flüssigkristalle unter dem Einfluss von Elektrizität ihre spiralförmigen Molekülstrukturen auflösen und lichtundurchlässig werden.

Der nächste Schritt bestand darin, die Kristalle zwischen zwei Kunststoffplatten mit Stromnetzanbindung zu bringen. Durch Ansteuerung von nur jeweils kleinen Bereichen des Netzes entdeckte Schadt, dass sich einzelne Bildelemente (die Pixel) mit Elektrizität so beeinflussen lassen, dass sich ihre Lichtdurchlässigkeit ändert und sie entweder lichtdurchlässig oder lichtundurchlässig werden. Wegen ihres geringen Energiebedarfs konnten LCDs mit gewöhnlichen Batterien betrieben und somit für die Nutzung durch den Verbraucher optimiert werden.

Im Jahr 2012 wurde mit Flüssigkristallanzeigen weltweit ein Umsatz von rund 100 Milliarde US-Dollar erzielt.

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