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Einzelhandel: Personal dringend gesucht
25.11.2021 Eine EHI-Studie untersucht die Personalsituation im deutschen Einzelhandel: Die Lage ist fast allen Bereichen des Handels angespannt. Auch Verwaltung, Lager und Logistik sind betroffen.
Filialen am stärksten betroffen
Filialen haben im Vergleich zur Logistik und Zentrale den größten Personalmangel zu verzeichnen, weil in diesem Bereich die meisten Mitarbeitenden gebraucht werden. Dabei sind Positionen für Fachkräfte über alle Bereiche hinweg die am schwersten zu besetzenden Stellen. 80 Prozent der Personalverantwortlichen geben bei Filialen an, Schwierigkeiten zu haben, geeignetes Fachpersonal zu finden. In der Logistik und Zentrale sind es 61 bzw. 53 Prozent. In den Filialen ist auch die Besetzung von Ausbildungsplätzen für 69 Prozent ein größeres Problem. In der Logistik und Zentrale sieht es mit 30 bzw. 15 Prozent etwas entspannter aus.Corona: Weniger Bewerbungen, gestiegener Bedarf
Eine starke Rolle bei der Besetzung von Arbeitsplätzen hat zuletzt auch die Corona-Pandemie gespielt. Je 42 Prozent der Befragten in den Bereichen Filialen und Logistik sagen, dass Bewerbungen im Vergleich zu vor der Pandemie abgenommen haben. Im Bereich Zentrale geben dies fast ein Drittel an (31 Prozent). Dabei erklärt mehr als die Hälfte (54 Prozent), dass der Bedarf an Mitarbeitenden in der Corona-Zeit gestiegen ist.Eine Erklärung für fehlendes Personal könnte das verschlechterte Image einzelner Branchen während der Pandemie sein. Für 58 Prozent der Recruiter hat das Image von Kauf- und Warenhäusern durch lange Schließungen der Läden und der damit verbundenen Unsicherheit (u.a. Kurzarbeit, Verlust des Arbeitsplatzes) gelitten. Für die Branche Mode & Accessoires sehen dies sogar 61 Prozent. Als Gewinner eines verbesserten Images sehen die Personalverantwortlichen die in der Corona-Zeit stets geöffneten Lebensmittelhändler (54 Prozent) sowie Baumärkte und Einrichtungshäuser (46 Prozent).
