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Checkliste: So lassen sich die größten Hürden globaler ERP-Rollouts erfolgreich nehmen

23.12.2014 Die Implementierung eines zentralen ERP-Systems für alle Länder-übergreifenden Geschäftsprozesse hat weitreichende Auswirkungen auf ein Unternehmen. Der weltweit agierende ERP-Anbieter IFS   nennt die vier größten Hürden bei einem globalen ERP-Rollouts und erläutert, wie man sie erfolgreich nimmt.

Die Implementierung einer zentralen ERP-Instanz, die sämtliche globale Geschäftsprozesse einheitlich unterstützt, verspricht diesen Unternehmen zahlreiche Vorteile. Die Harmonisierung der Abläufe erlaubt es, Best Practices an allen Standorten umzusetzen, und die Integration der Prozesse stellt sicher, dass alle Beteiligten zu jeder Zeit auf aktuelle Informationen zugreifen. Da sich Transaktionen einfacher nachverfolgen lassen, steigt die Transparenz. Beim globalen Rollout einer zentralen Unternehmenssoftware lauern allerdings auch einige Hürden:

1. Auf integrierte Lokalisierungen achten:


Unterschiedliche Länder haben auch unterschiedliche Gesetzgebungen und Geschäftspraktiken. Deshalb ist es unerlässlich, bereits vorab zu klären, ob die potenzielle ERP-Software auch wirklich in allen Regionen genutzt werden kann, in denen sie ausgerollt werden soll. Um reibungslose Abläufe zu garantieren, sollten alle speziell für bestimmte Länder geschaffenen Elemente der Lösung von ein und demselben Anbieter entwickelt worden und nahtlos integriert sein. Außerdem sollte der Anbieter in der Lage sein, für all diese Komponenten direkt vor Ort Support zu leisten.

2. Einheitliches Regelwerk aufsetzen:


Ein globaler ERP-Rollout erfordert unbedingt ein einheitliches und verbindliches Regelwerk und damit Vorgaben für das System, den Anwender und den Lieferanten. Nur wenn alle Beteiligten dieselbe Sprache sprechen, sind Missverständnisse und unerfreuliche Überraschungen ausgeschlossen.

3. Lokale Ausprägungen berücksichtigen:


Große Unternehmen tendieren dazu, ihr Geschäft an unterschiedlichen Orten und Regionen unterschiedlich zu betreiben - vor allem dann, wenn sie durch internationale Zukäufe gewachsen sind. In solchen Fällen ist es meist kontraproduktiv, einfach eine "One Size Fits All"-Strategie zu verfolgen und zu erwarten, dass sich alle an einen vorgegebenen einheitlichen Geschäftsprozess halten; im Extremfall beraubt sich das Unternehmen damit sogar seiner spezifischen Wettbewerbsvorteile. Gefragt ist deshalb eine agile ERP-Software, die sich flexibel an die verschiedenen lokalen Ausprägungen anpassen kann.

4. Mitarbeiter nicht vergessen:


Die Unternehmen müssen darauf vorbereitet sein, dass nicht jeder über die Einführung eines globalen Systems glücklich ist. Manche Mitarbeiter waren bislang vielleicht mit der Lösung eines lokalen Anbieters sehr zufrieden; andere wiederum mögen Ängste wegen des hohen Transparenzniveaus hegen, das mit einer zentralen Unternehmenslösung einhergeht. Deshalb ist es unerlässlich, die Mitarbeiter von vornherein in das Projekt mit einzubeziehen und ihnen den konkreten Nutzen für das Unternehmen, aber auch ihre eigene tägliche Arbeit, klar zu kommunizieren.

Ein globaler ERP-Rollout ist kein reines IT-, sondern ein umfassendes Business-Development-Projekt, das große Auswirkungen auf alle Bereiche eines Unternehmens hat. "Dazu zählen neben den rein technischen auch strategische, organisatorische und psychologische Aspekte. Deshalb ist es ganz entscheidend, dass das Management voll hinter dem Projekt steht und es aktiv unterstützt", fasst Herbert Feuchtinger , Vice President Consulting & Support bei IFS Europe Central in Erlangen.
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