Webinar: Produkte da, aber im E-Commerce unsichtbar? Jetzt anmelden und Suchergebnisse optimieren
Wenn die Shop-Suche Treffer verpasst und Marktplätze Produkte nicht optimal ausspielen, stecken oft uneinheitliche Merkmale, Kategorien und Produktdaten dahinter. Im Webinar sehen Sie, wie KI und SAP-Integration Daten besser nutzbar machen und manuellen Pflegeaufwand reduzieren.
Jetzt anmelden und Suchergebnisse optimieren
Studie: Operative Herausforderungen für Agenturen Zur Studie "Digitalagenturen im Umbruch"
Unsere exklusive Erhebung zeigt: Steigender Effizienzdruck, unsichere Datenlagen und der Einfluss von KI zwingen Agenturen dazu, operativen Strukturen und Geschäftsmodell grundlegend neu auszurichten.
Zur Studie "Digitalagenturen im Umbruch"

Flächendeckendes WLAN in Zügen kostet 1,3 Milliarden Euro

18.11.2015 Berater A.T. Kearney hat in einer Studie   den Investitionsbedarf für mobiles Internet im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) spezifiziert. Und Investitionen sind nötig: Nach Berechnungen der Mobilfunknetzanbieter liegt die Innenversorgung der SPNV Züge zurzeit bei rund 60 Prozent für mobiles Internet und 90 Prozent für Sprachtelefonie. Werte, die für ein positives Kundenerlebnis unzureichend sind.

 (Bild: Pixabay / CC0)
Bild: Pixabay / CC0
Die Mobilfunknetzanbieter beabsichtigen bis zum Jahr 2020, zusätzlich rund 400 Millionen Euro zur spürbaren Verbesserung der Mobilfunknetzabdeckung entlang der Bahnstrecken zu investieren. Das Investitionsvolumen lässt die Netzabdeckung für das mobile Internet im SPNV auf 90 Prozent anwachsen. Nach Schätzungen der Mobilfunknetzanbieter wäre eine weitere Milliarde Euro für eine Netzabdeckung von rund 98 Prozent nötig, um auch wenig besiedelte Gebiete einzuschließen. Diese Abdeckung ist den Anbietern zu teuer. Sie verlangen Subventionen.

Notwendig sind grundsätzlich auch Investitionen in die Schienenfahrzeuge: Dabei sind zwei Technologien geeignet, um die Versorgung in den Zügen zu verbessern - Mobilfunkrepeater und WLAN. Derzeit ist durch die Aufgabenträger geplant, in mehreren Pilotprojekten bis 2020 etwa 950 Züge - das sind rund 8 Prozent aller Züge - mit einer oder beiden Technologien auszustatten. Laut der Studie belaufen sich die Investitionen für die Ausstattung dieser Züge mit einer Technologie auf mindestens rund 45 Millionen Euro. Als Herausforderung für eine flächendeckende Ausstattung aller Züge sehen die Autoren auch die langen Lebenszyklen der Züge und die begrenzten Werkstattkapazitäten. Letztere können den zügigeren Ausbau verzögern.

Um sämtliche Züge bis 2025 vollständig auszurüsten, müsste insbesondere die Zahl der jährlich nachzurüstenden Fahrzeuge verzehnfacht werden. Die Investitionen für alle Züge dürften mindestens etwa 500 Millionen Euro betragen. Für einen optimalen Kundennutzen, also verbesserte Sprachtelefonie und gratis Internet, müssten beide Technologien kombiniert werden. Ein für die Kunden kostenlos nutzbares Internetangebot verursacht jedoch zusätzliche Kosten bei den Aufgabenträgern von jährlich bis zu 400 Millionen Euro für Datentarife.

Die geschätzt 1,3 Milliarden Euro wollen weder die Zugbetreiber übernehmen - noch die Telkos. Sie fordern darum "eine weitergehende Förderung des Bundes".

An der Studie beteiligt waren die drei Telekommunikationsunternehmen Deutsche Telekom   , Telefónica   und Vodafone  , die Bahnunternehmen Deutsche Bahn   und Netinera   sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs (BAG-SPNV  ) mit ihren regionalen Aufgabenträgern Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG  ), Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV  ) und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR  ) .
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: