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Recruiting

KI schafft neue Tech-Jobs - doch die gefragtesten Fachkräfte fehlen

05.11.2026 Künstliche Intelligenz ersetzt nicht nur Arbeitsplätze, sondern sorgt auch für zusätzliche Einstellungen: 76 Prozent der deutschen Unternehmen bauen deshalb ihre Tech-Teams aus. Allerdings verändern sich die Anforderungen an Fachkräfte. Besonders gefragt sind Mitarbeitende, die technisches Wissen mit Kommunikationsfähigkeit und unternehmerischem Verständnis verbinden.

 (Bild: Tumisu/Pixabay)
Bild: Tumisu/Pixabay
76 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland bauen ihre Technologie-Teams aufgrund des zunehmenden Einsatzes Künstlicher Intelligenz aus. Weltweit liegt dieser Anteil sogar bei 86 Prozent. Das zeigt der aktuelle Report "Tech-Talente im Wandel: Teams für das KI-Zeitalter aufstellen" des Personaldienstleisters Randstad  .

Hintergrund ist, dass Unternehmen Künstliche Intelligenz nicht nur zur Automatisierung bestehender Aufgaben einsetzen, sondern damit auch Dienstleistungen erweitern und neue Umsatzpotenziale erschließen wollen. Dafür benötigen sie Fachkräfte, die Anwendungen entwickeln, in bestehende Geschäftsprozesse integrieren und deren Einsatz begleiten. Die Automatisierung verändert damit die Aufgaben innerhalb der Technologie-Teams, ohne den Personalbedarf grundsätzlich zu verringern.

Kommunikation wird zum Engpass

Besonders schwierig gestaltet sich die Suche nach Fachkräften, die technische und unternehmerische Kompetenzen verbinden. 61 Prozent der deutschen Unternehmen haben größere Probleme, Mitarbeitende mit ausgeprägten Kommunikations- und Stakeholder-Management-Fähigkeiten zu finden als solche mit rein technischen Kenntnissen. International liegt der Anteil ebenfalls bei 61 Prozent.

Zu den am schwersten verfügbaren Kompetenzen zählen laut Studie die Prüfung von KI-Systemen, Datenethik und der Umgang mit algorithmischen Verzerrungen (22 Prozent). Es folgen bereichsübergreifende Führung und das Management komplexer Projekte (21 Prozent) sowie kritisches Denken, kreative Problemlösung und Kommunikation (17 Prozent).

Für Digitalagenturen und IT-Dienstleister ist diese Entwicklung besonders relevant: Neben der technischen Umsetzung gewinnen Fähigkeiten an Bedeutung, mit denen sich Kundenanforderungen in technologische Lösungen übersetzen, Projekte über Abteilungsgrenzen hinweg steuern und Risiken von KI-Anwendungen beurteilen lassen.

Tech-Entlassungen entspannen den Arbeitsmarkt nur teilweise

Die Entlassungen in der Technologiebranche erleichtern Unternehmen zwar teilweise die Personalgewinnung. In Deutschland haben bereits 48 Prozent der Befragten Fachkräfte eingestellt, die zuvor bei Technologieunternehmen beschäftigt waren. International sind es 55 Prozent. Besonders häufig gelang dies Unternehmen aus dem Banken- und Finanzsektor (71 Prozent), dem Gesundheitswesen (67 Prozent) sowie der Automobil-, Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie (57 Prozent).

Dennoch bleibt der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte intensiv. 43 Prozent der deutschen Unternehmen betrachten hohe Gehaltsforderungen als wesentliche Einstellungshürde. International sind es lediglich 36 Prozent. Zudem berichten 59 Prozent der deutschen Arbeitgeber, regelmäßig qualifizierte Technologie-Fachkräfte an besser zahlende Wettbewerber zu verlieren.

Robert Bhuiyan , Senior Director Market Leadership Professional Talent Solution bei Randstad Deutschland, empfiehlt Unternehmen deshalb, nicht ausschließlich auf Neueinstellungen zu setzen, sondern auch die Kompetenzen ihrer bestehenden Teams weiterzuentwickeln. Entscheidend sei zunehmend die Fähigkeit, den geschäftlichen Nutzen von KI-Anwendungen einzuschätzen, Risiken zu erkennen und neue Technologien sinnvoll in bestehende Arbeitsabläufe einzubinden.
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