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DSGVO: Nur ein Drittel antwortet fristgerecht auf Anfragen

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14.09.2018 70 Prozent der von Talend   befragten Organisationen konnten Datenzugriffs- und Datenportierungsanfragen nicht innerhalb der DSGVO-Frist von einem Monat bearbeiten.

 (Bild: Pixabay)
Bild: Pixabay
Bild: Pixabay unter Creative Commons Lizenz by-sa
Die Ergebnisse basieren auf Anträgen auf Übermittlung personenbezogener Daten, die an in Europa ansässige oder dort tätige Unternehmen aus den Bereichen Handel, Medien, Technologie, öffentlichem Sektor, Finanzen und Reisen gestellt wurden. Jüngste Untersuchungen haben ergeben, dass Unternehmen zwar die Relevanz der DSGVO verstehen, aber viele Organisationen die Bedeutung ihrer Datenbestände weder in Bezug auf die Technologien oder Prozesse, die sie implementiert haben, erkennen. Infolgedessen bleiben viele Unternehmen hinter ihren DSGVO-Verpflichtungen zurück. Es fehlen ihnen geeignete Methoden für die Speicherung, die Organisation oder den Abruf von Daten, um die DSGVO-Anforderungen erfüllen zu können. So lautet die Bewertung der Analysten.

Außerhalb Europas ist die DSGVO-Compliance höher

Nur 35 Prozent der befragten Unternehmen aus Europa konnten die Daten fristgerecht bereitstellen. Dazu gehören Unternehmen mit Sitz in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Schweden und Italien. Bei den außereuropäischen Unternehmen lag der Compliance-Wert mit 50 Prozent etwas höher. Dies deutet darauf hin, dass außereuropäische Unternehmen bei der DSGVO-Umsetzung einen proaktiveren Ansatz verfolgen.

Am unteren Ende der Skala: Der Handel

Besorgniserregend ist die Tatsache, dass 76 Prozent der befragten Handelsunternehmen nicht auf die Anfragen reagierten. Finanzdienstleister erzielten zwar den besten Wert, erreichten aber auch nur eine Erfolgsquote von 50 Prozent. Die umfassende Analyse der Studienergebnisse zeigt, dass die DSGVO für Unternehmen eine größere Herausforderung darstellt, wenn diese ursprünglich mit einem Offline-Geschäftsmodell arbeiteten oder offenbar veraltete Systeme einsetzen.

Die Antwortzeiten zwischen den Branchen unterscheiden sich deutlich

Die überwiegende Mehrheit der DSGVO-konform agierenden Unternehmen (65 Prozent) benötigte mehr als zehn Tage, um zu antworten. Die durchschnittliche Gesamtreaktionszeit lag bei 21 Tagen. Von den fristgerecht antwortenden Unternehmen, dies waren 21 Prozent, reagierten vor allem Anbieter von Streaming-Diensten und Mobile Banking sowie Technologieunternehmen innerhalb eines Tages. Dies deutet darauf hin, dass digitale Dienstleistungsunternehmen deutlich flexibler sind, wenn es um die Einhaltung der DSGVO geht.
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