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Karriere

Lebensläufe lesen lernen: Liste landläufiger Lügen

11.03.2024 Dass man in Lebensläufen flunkert, ist kein Staatsgeheimnis, aber wie epidemisch Menschen Grütze in ihre Bewerbungen schreiben, ist schon erstaunlich - wo Bewerber am häufigsten Lügen.

"Herr Münchhausen, ihrem Lebenslauf entnehmen wir, dass Sie 42 Jahre lang Produktentwickler bei Theranos.waren..." (Bild: Bennefeld/Midjourney)
Bild: Bennefeld/Midjourney
"Herr Münchhausen, ihrem Lebenslauf entnehmen wir, dass Sie 42 Jahre lang Produktentwickler bei Theranos.waren..."
Die Studie von Online-Lebenslauf-Tool CVApp.de   hat gezeigt, dass die größten Lügner in Deutschland Männer sind, wobei 70,96 Prozent der männlichen Befragten zugegeben haben, in ihren Lebensläufen gelogen zu haben. Die häufigsten Lügen, die sie zugaben, waren dabei Fähigkeiten (70,91 Prozent), Gehalt (83,35 Prozent) und Stellenbezeichnungen (66,04 Prozent).

47,01 Prozent der nicht-binären Befragten haben zugegeben, in ihrem Lebenslauf gelogen zu haben. Sie logen am häufigsten über Fähigkeiten (70,91 Prozent), gefolgt von Referenzen und persönlichen Interessen (jeweils 52,73 Prozent) und Anstellungszeiträumen (50,91 Prozent). Das Lügen über Anstellungszeiträume ist oft ein Versuch, Lücken im Lebenslauf oder längerfristige Abschnitte von Arbeitslosigkeit zu verdecken.

46,06 Prozent der Frauen in der Umfrage gaben an, in ihrem Lebenslauf gelogen zu haben. Ihre häufigste Lüge war über Fähigkeiten (65,36 Prozent), Gehalt (60,97 Prozent) und 55,96 Prozent logen ebenfalls über ihre Referenzen. Arbeitszeugnisse sollen solchen Lügen vorbeugen und dazu dienen, individuelle Fähigkeiten und Erfahrung der Bewerber nachzuweisen. Wenn aber so viele Bewerber dennoch darüber lügen, fälschen sie etwa so ein Dokument.

Die von CVapp.de durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass zwar 58,53 Prozent der Befragten zugeben, dass sie in ihren Lebensläufen gelogen haben, die häufigste Lüge über Fähigkeiten jedoch von 78,64 Prozent der Befragten zugegeben wurde.

Darüber hinaus gaben einige Befragte zu, bezüglich ihres aktuellen Gehalts gelogen zu haben (73,97 Prozent). Potenzielle neue Arbeitgeber versuchen oft, ihre Angebote an das aktuelle Gehalt anzupassen, sofern bekannt. Es ist jedoch üblich, über das Gehalt zu lügen, da Menschen versuchen, höhere Positionen zu erreichen und ihr Einkommen zu erhöhen, wenn sie den Job wechseln.
Nichts ist aussagekräftiger an dieser Liste, als dass nur sechs von zehn Menschen zugeben, in Lebensläufen zu lügen, aber auf mathemagische Weise dann plötzlich acht von zehn angeben, schon mal bei Fähigkeiten geflunkert zu haben.
Nichts ist aussagekräftiger an dieser Liste, als dass nur sechs von zehn Menschen zugeben, in Lebensläufen zu lügen, aber auf mathemagische Weise dann plötzlich acht von zehn angeben, schon mal bei Fähigkeiten geflunkert zu haben. (Grafik: cvapp.de)

Die dritthäufigste Lüge in den Lebensläufen der Deutschen betrifft Stellenbezeichnungen, da 57,86 Prozent der Befragten zugaben, darüber gelogen zu haben. Dies geschieht normalerweise, wenn der Titel nicht die tatsächlichen Verantwortlichkeiten eines Bewerbers widerspiegelt. Das Verschönern einer Berufsbezeichnung hilft einem Bewerber am besten dabei, herauszuragen und ein Vorstellungsgespräch zu bekommen.

Laut der Umfrage lügen die Deutschen am wenigsten über ihr Alter (13,21 Prozent) und ?Anderes?, was 4,73 Prozent der Befragten ausmacht.
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