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KI

Kaum Verbote zur KI-Nutzung in deutschen Firmen

08.06.2026 Generative KI setzt sich in deutschen Unternehmen zunehmend als Arbeitswerkzeug durch, Verbote sind selten. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung unter rund 1.500 Unternehmen.

 (Bild: Michal Jarmoluk auf Pixabay)
Bild: Michal Jarmoluk auf Pixabay
Anwendungen wie ChatGPT  , Copilot   oder Gemini   werden in vielen Betrieben inzwischen gezielt bereitgestellt. Knapp 60 Prozent der Unternehmen der Informationswirtschaft ermöglichen ihren Beschäftigten den Einsatz generativer KI. Im Verarbeitenden Gewerbe liegt dieser Anteil bei 30 Prozent. Nur vier Prozent beziehungsweise acht Prozent der Unternehmen untersagen die Nutzung entsprechender Werkzeuge vollständig.

"In der Informationswirtschaft stellen derzeit fast 60 Prozent der Unternehmen generative KI-Anwendungen für ihre Belegschaft gezielt zur Verfügung und unterstützen damit aktiv die Nutzung der neuen Technologie. Im Verarbeitenden Gewerbe liegt dieser Anteil bei 30 Prozent", sagt Daniel Erdsiek vom ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung  . Nicht alle Unternehmen stellen KI-Anwendungen selbst bereit. In der Informationswirtschaft erlauben 16 Prozent der Unternehmen die Nutzung generativer KI ausdrücklich, ohne entsprechende Werkzeuge anzubieten. Im Verarbeitenden Gewerbe sind es 23 Prozent.

Weitere 22 Prozent der Unternehmen in der Informationswirtschaft und 39 Prozent im Verarbeitenden Gewerbe verzichten auf verbindliche Vorgaben und tolerieren den Einsatz generativer KI im Arbeitsalltag. Besonders verbreitet ist die aktive Förderung generativer KI in größeren Unternehmen. Von den Unternehmen mit mindestens 100 Beschäftigten stellen in der Informationswirtschaft 87 Prozent entsprechende Anwendungen bereit. Im Verarbeitenden Gewerbe liegt dieser Wert bei 65 Prozent.

Bei der technischen Umsetzung dominieren kommerzielle Angebote. Unternehmen setzen vor allem auf kostenpflichtige Lizenzen und Pro-Accounts etablierter Anbieter. Open-Source-Lösungen werden seltener genutzt. Anwendungen, die zusätzlich mit eigenen Unternehmensdaten angereichert wurden, sind bislang ebenfalls noch wenig verbreitet. Eine Ausnahme bilden größere Unternehmen der Informationswirtschaft, die solche Lösungen bereits häufiger einsetzen.

Für die Untersuchung befragten die Forscher im März und April 2026 rund 1.500 Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe sowie der Informationswirtschaft. Zu letzterer zählen die Informations- und Kommunikationsbranche, Mediendienstleister und wissensintensive Dienstleister.
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