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Digital-Musik überflügelt Tonträger-Geschäft & VoD bald die DVD-Umsätze

08.06.2017 Die Musikbranche verdiente 2016 mit Streaming, Downloads und Mobile Music erstmals mehr Geld (10,7 Milliarden Dollar) als durch den Verkauf physischer Tonträger (8,5 Milliarden Dollar) - wobei zugleich die Umsätze mit Streaming zum ersten Mal höher waren als mit Downloads. Das geht aus dem Global Entertainment and Media Outlook   hervor, für den die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Branchendaten aus 54 Ländern analysiert hat.

 (Bild: Pixabay)
Bild: Pixabay
Für dieses Jahr geht PwC von einer identischen Entwicklung bei Videos aus: Video-on-Demand-Anbieter wie Netflix   oder Amazon Prime   dürften höhere Umsätze erwirtschaften, als die Videoindustrie durch den Verkauf von DVDs und Blue-rays einnimmt. Und ein weiteres Novum: Zeitungsverlage nahmen 2016 mehr Geld mit dem Verkauf von Zeitungen als mit Anzeigen ein.

Dabei zeigen die Ergebnisse der PwC-Studie, dass in den kommenden Jahren nicht nur einzelne Geschäftsmodelle, sondern die Medienindustrie als Ganzes unter Druck gerät. So dürfte die Branche bis 2021 nur noch mit jährlich 4,2 Prozent wachsen - und damit weniger stark als die Weltwirtschaft insgesamt. Die Vorhersage für Deutschland fällt dabei besonders mau aus.

So rechnen die PwC-Analysten für die hiesige Medienbranche nur noch mit jährlichen Zuwachsraten von 1,8 Prozent. Am heftigsten dürfte es mit Rückgängen von minus 0,7 bis minus 1,8 Prozent die Zeitungs-, Zeitschriften und Buchverlage erwischen. Doch auch im Onlinegeschäft werden die Wachstumsraten bescheidener. So dürfte der digitale Werbemarkt hierzulande nur noch um knapp sechs Prozent jährlich zulegen.
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