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Studie: Deutsche Marketer blicken optimistisch auf Digitalen Wandel
03.07.2015 Deutschlands Marketingentscheider entwickeln sich zum Treiber der digitalen Transformation. Neue Technologien und Unternehmensstrukturen werden zu zentralen Erfolgsfaktoren. Europas Marketer beobachten, dass der eigene Einfluss auf den Unternehmenserfolg wächst.
Mehr als zwei Drittel der deutschen Marketer (68 Prozent) empfinden sich in ihren Unternehmen demnach als wichtige Treiber des digitalen Wandels. Mit dieser Einschätzung liegen sie im europäischen Vergleich klar vor ihren britischen (49 Prozent) und französischen (46 Prozent) Kollegen. Wie wichtig es ist, den digitalen Wandel im Marketing anzugehen, betonen die deutschen Marketingverantwortlichen mit Blick auf den Unternehmenserfolg: 71 Prozent der deutschen Marketer beobachten einen wachsenden Einfluss des Marketings auf den Gesamtumsatz (Europa: 69 Prozent). Knapp zwei Drittel der deutschen Befragten (63 Prozent) unterstreichen darüber hinaus die zunehmende Bedeutung des Marketings auf die Strategie des Unternehmens (Europa: 65 Prozent).
Europas Marketing verändert sich in Höchstgeschwindigkeit
Mehr als jeder zweite europäische Marketingentscheider (58 Prozent) ist überzeugt, dass sich das Marketing im vergangenen Jahr stärker verändert hat als in den gesamten fünf Jahren zuvor. Rund fünf von sechs befragten Entscheidern sind sogar der festen Überzeugung, dass das Tempo, mit dem sich das Marketing wandelt, weiter an Fahrt aufnehmen wird.Grund zur Sorge gibt es ihrer Meinung nach aber nicht: 72 Prozent sehen diese Veränderungen als Start in ein goldenes Marketing-Zeitalter. Für 87 Prozent stellt der digitale Wandel vielmehr eine erfolgversprechende Möglichkeit als etwa eine Bedrohung dar. Insbesondere der Mobile-Bereich und die zunehmende Verbreitung des Internet of Things (z. B. Wearables) führen das Marketing dem "Adobe Digital Roadblock Report 2015" zufolge auf ein neues Level (72 Prozent). Europaweit werden vor allem neue Technologien (D: 79 Prozent, F: 82 Prozent, GB: 73 Prozent) und ein Strukturumbau innerhalb des Unternehmens (D: 59 Prozent, F: 52 Prozent, GB: 49 Prozent) als zentrale Hebel zur digitalen Transformation des Marketings angesehen. Nahezu drei von fünf europäischen Marketern (58 Prozent) heben dabei insbesondere die neuen Möglichkeiten hervor, die ihnen moderne Technologien für die Zielgruppenansprache und die Analyse der Marketing-Effektivität bieten.
Deutsche Marketer halten sich bei der Personalisierung zurück
Als zentrale Hürden, die den digitalen Wandel im eigenen Unternehmen ausbremsen können, werden von 42 Prozent der europäischen Marketer vor allem der Mangel an Ressourcen und fehlendes Budget genannt. Gelingt es einem Unternehmen, den digitalen Wandel im Marketing erfolgreich anzugehen, profitieren Marketingverantwortliche insbesondere von der kanal- und geräteübergreifenden Konsumentenansprache entlang des gesamten Consumer Lifecycles (Europa: 69 Prozent, D: 68 Prozent).In Deutschland erwarten die Konsumenten dabei aus Sicht der befragten Marketer vor allem eines: ausgezeichneten Content (80 Prozent, Europa: 77 Prozent) - gefolgt von einer durchgehenden Customer Experience (D: 73 Prozent, Europa: 72 Prozent) und einem unmittelbaren Response auf sämtliche Anfragen (D: 72 Prozent, Europa: 78 Prozent). Um diese Erwartungen zu erfüllen, ist maximale Personalisierung für rund 60 Prozent der europäischen Marketingentscheider absolute Pflicht. Deutsche Marketer zeigen sich beim Thema "Hyper-Personalization" jedoch vergleichsweise zurückhaltend (52 Prozent).
