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KI-Commerce

Jeder Zweite nutzt KI beim Shopping - aber selbst entscheiden darf sie nicht

13.07.2026 KI-Einkaufshilfen erreichen in Deutschland den Massenmarkt: Mehr als die Hälfte der VerbraucherInnen setzt sie inzwischen beim Online-Shopping ein. Vollständig autonome Kaufentscheidungen stoßen allerdings weiterhin auf große Zurückhaltung.

 (Bild: Grollmann (erstellt mit ChatGPT))
Bild: Grollmann (erstellt mit ChatGPT)
In Deutschland nutzen inzwischen 52 Prozent der VerbraucherInnen KI-gestützte Einkaufshilfen beim Online-Shopping. Das geht aus der Studie The state of Agentic Commerce in Europe   von Deloitte   hervor. Gegenüber einer vergleichbaren Erhebung im September 2025 entspricht das einem Anstieg um acht Prozentpunkte. Weitere 28 Prozent können sich vorstellen, entsprechende Anwendungen künftig auszuprobieren.

Europaweit liegt der Anteil der KI-Shopper bereits bei 56 Prozent. Spitzenreiter ist Spanien mit 67 Prozent, während Großbritannien mit 48 Prozent den niedrigsten Wert erreicht. Für die Untersuchung befragte Deloitte im Mai 2026 insgesamt 13.500 KonsumentInnen in 15 europäischen Ländern, darunter 1.500 in Deutschland. Am häufigsten setzen NutzerInnen KI für Preisvergleiche (32 Prozent), Produktvergleiche (24 Prozent) sowie die Zusammenfassung von Produktbewertungen (22 Prozent) ein. Die vollständige Kaufentscheidung möchten jedoch nur wenige an einen KI-Agenten übertragen. Europaweit können sich dies acht Prozent der NutzerInnen vorstellen, in Deutschland lediglich sechs Prozent.

"Die KI bewegt sich mit Siebenmeilenstiefeln durch den Handel und verändert, wie Menschen Produkte entdecken, vergleichen und Kaufentscheidungen treffen. Die Frage ist nicht mehr, ob, sondern wie umfassend die KI Einkäufe künftig übernehmen und steuern wird. Der Handel muss nun nicht nur die Aufmerksamkeit der Menschen, sondern auch der KI gewinnen", sagt Egbert Wege, Partner und Handelsexperte bei Deloitte. Als wichtigste Hürden für eine stärkere Verbreitung nennen die Befragten Datenschutz- und Sicherheitsbedenken (37 Prozent), die Sorge vor Manipulation (32 Prozent) sowie den Verlust des menschlichen Kontakts (30 Prozent). Gleichzeitig sinkt insbesondere in Deutschland die Skepsis: Während 2025 noch 52 Prozent Datenschutz als größtes Hindernis nannten, sind es laut Deloitte inzwischen nur noch 30 Prozent.

"Verbraucherinnen und Verbraucher sammeln zunehmend positive Erfahrungen mit der KI und legen ihre Bedenken ab. Dennoch entsteht Akzeptanz nicht durch leistungsfähige Technologie allein. Unternehmen müssen KI-Anwendungen transparent, sicher und nachvollziehbar gestalten, denn am Ende entscheidet das Vertrauen der Menschen über den Erfolg von KI im Handel", so Wege.
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