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Multimedia-Kioske prägen künftig den europäischen Telefonzellenmarkt

03.07.1999 (iBusiness) Auf dem Markt für öffentliche Fernsprecher ist das Informationszeitalter angebrochen: Multimedia-Kioske, Internet-Verbindungen und mobile Telephonie prägen laut einer neuen Studie der internationalen Unternehmensberatung Frost & Sullivan zunehmend das Marktgeschehen. Neue Produkte, ein intensivierter Wettbewerb und ein gesteigertes Image-Bewußtsein bei den Betreibern wirken als positive Stimuli auf dem europäischen Markt für öffentliche Fernsprechanlagen, der 1998 Umsätze in Höhe von 472,4 Million US-Dollar erzielte. "Hohe Qualität zu niedrigen Preisen" laute die Strategie der Hardware-Hersteller, so die Studie.

Stetige Zuwächse bis zum Jahr 2005 prognostiziert die Studie vor allem für den Bereich der Kartentelephone, der bereits jetzt die höchsten Marktanteile verbucht. Stellvertretend für den technologischen Fortschritt stehen Multikarten-Fernsprecher, die sich zunehmend durchsetzen. Mehr und mehr Endanwender schätzen die Vorteile der elektronischen Zahlungsform.

Im Zuge technologischer Fortschritte zum Schutz vor Chipkarten-Mißbrauch orientieren sich die Hersteller von Fernsprechsystemen vor allem an der Eurochip-Karte. Die Karte bietet Potential für zusätzliche Funktionen und ist somit für Hersteller, Netzwerkbetreiber und Serviceanbieter gleichermaßen interessant. Doch auch im Sektor für Münztelefone ist dank neuartiger Einsatzorte ein Umsatzplus zu erwarten.

Der Gesamtmarkt profitiert von innovativen Technologien wie ISDN. Im Gegensatz zur Analogtechnik sind ISDN-Fernsprecher funktioneller, ermöglichen gute Verbindungen auch bei großen Entfernungen und erleichtern das Management von unterschiedlichen Tarifen zur Haupt- und Nebenzeit. Als weitere positive Faktoren nennt die Studie die Deregulation und die zunehmende Annäherung der Fernsprechtechnologie an das Internet.

Da die Infrastruktur für IP-Telephonie noch nicht ganz ausgereift ist, ist aus diesem Bereich zumindest bis zum Ende des Prognosezeitraums im Jahr 2005 noch kein entscheidender Impuls für den Gesamtmarkt zu erwarten. Das Entwicklungspotential ist laut Sapna Capoor, Research Analyst bei Frost & Sullivan, allerdings enorm.

Führende Hardware-Hersteller und Netzwerkbetreiber ebnen zudem den Weg für eine Infrastruktur als Basis für Fernsprech-Telephonie via Satellit. Am Übergang zum neuen Jahrtausend spiele die Vernetzung ländlicher Regionen eine der Hauptrollen im Marktgeschehen, so die Studie.

'The European Market for Payphones' ist für 3950 US-Dollar bei Frost & Sullivan   erhältlich.

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