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Unternehmen haben Nachholbedarf beim Thema Arbeitsplatz der Zukunft
30.11.2017 Wie die Befragung von 1.500 Unternehmen und Mitarbeitern durch IDG Research hervorbrachte, ist mehr als nur die Vollausstattung aus dem IT-Servicekatalog erforderlich, um einen attraktiven Arbeitsplatz der Zukunft zu gestalten. Dabei differieren die Wahrnehmung und Vorstellung von Unternehmen und Mitarbeitern deutlich, wie die Studie "Arbeitsplatz der Zukunft 2017" verdeutlicht, so dominieren neue Arbeitszeitmodelle, Home-Office bzw. Remote-Arbeit die Angaben von Mitarbeitern, technische Ausstattung und Infrastruktur-Investitionen hingegen die Unternehmensaussagen.
Arbeitsmodelle bestimmen die Zukunft für Mitarbeiter
Für 79 Prozent der Mitarbeiter sind die Arbeitsmodelle wesentliche Faktoren. Mobilität und Technologie liegen mit 72 Prozent dahinter, gefolgt von verstärkter Nutzung technischer Möglichkeiten. Einzelne technische Aspekte wie Devices und Cloud-Nutzung werden wesentlich seltener als Bedingung genannt. Auch das Thema Transformation der Gesamtorganisation des Unternehmens erhält deutlich weniger Stimmen und ist nur für 35 Prozent interessant, dabei ist es letztlich das, worauf es bei der Gestaltung des Arbeitsplatz der Zukunft hinausläuft.
Unternehmenskultur ist ein wichtiger Faktor
Die Wünsche hinsichtlich einer Veränderung der Unternehmenskultur folgen bei den Mitarbeiterbefragungen mit 62 Prozent an vierter Stelle, auf Unternehmerseite sehen hingegen nur rund ein Drittel diese Aufgabe als vordringlich und nötig an. Ein Zeichen, dass hier Management und Mitarbeiter noch einen weiten Weg vor sich haben, um gemeinsam den kulturellen Wandel im Unternehmen voranzubringen.Ein Ergebnis der Studie ist auch, dass Automatisierung, Robotics (28 bzw. 31 Prozent) und KI (26 bzw. 28 Prozent) als Themen bekannt sind, jedoch spielen diese aktuell weder für Unternehmer noch Beschäftigte eine gewichtige Rolle.
Insgesamt wollen rund 80 Prozent der befragten Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten in die Infrastruktur investieren, um flexibleres und mobileres Arbeiten zu ermöglichen. Ein Drittel aller Befragten plant dies für die gesamte Organisation, knapp die Hälfte immerhin noch für einige Unternehmensbereiche. Lediglich 15 Prozent der Unternehmen will gar nicht in die Infrastruktur für den Arbeitsplatz der Zukunft investieren. In der Selbsteinschätzung aus Unternehmenssicht geben rund 60 Prozent an, die Entwicklung zum Arbeitsplatz der Zukunft sei in ihrem Unternehmen schon sehr weit fortgeschritten oder man sei sogar Vorreiter.
Hingegen äußern sich nur rund 20 Prozent der Mitarbeiter dahingehend, dass die Entwicklung zum Arbeitsplatz der Zukunft in ihrem Unternehmen schon relativ weit fortgeschritten oder abgeschlossen sei. Jeweils mehr als ein Drittel befindet sich noch in den Anfängen oder erkennt noch gar keine Bemühungen im eigenen Unternehmen.
Ähnliche Aussagen gibt es zum IT-Bedarfs: Über 80 Prozent der Mitarbeiter sehen Raum zur Verbesserung ihrer technischen Ausstattung am Arbeitsplatz. Nur jeder Achte ist rundum zufrieden. Gut 66 Prozent der Mitarbeiter wünschen sich flexiblere Arbeitszeitmodelle sowie einen standortunabhängigen Zugriff auf alle Daten. Knapp dahinter liegen eine schnelle Netzwerkanbindung und papierlose Prozesse. Die IDG-Studie zeigt, dass es ebenfalls hinsichtlich der Beteiligung und der Einbeziehung der Mitarbeiter in die Prozesse noch Verbesserungsbedarf gibt. Nur gut ein Drittel der Unternehmen hat seine Mitarbeiter auf dem Weg zum Arbeitsplatz der Zukunft befragt. Rund 30 Prozent haben den konkreten Bedarf analysiert.
Die Studie zum Arbeitsplatz der Zukunft basiert auf einer Online-Befragung in der DACH-Region, in deren Rahmen im Zeitraum vom 2. bis 29. Juni 2017 insgesamt 1.519 abgeschlossene und qualifizierte Interviews durchgeführt wurden. Davon zeigen 1.075 Interviews die Unternehmenssicht und 444 Interviews die Perspektive der Arbeitnehmer. Grundgesamtheit sind strategische (IT-)Entscheider der obersten Führungsebene und der Fachbereiche, Entscheider und Spezialisten aus der IT-Organisation sowie Mitarbeiter aus allen Unternehmensbereichen.
