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Mehr künstliche Intelligenz durch Lerngruppen für Roboter
01.04.2017 Roboter sind bislang noch ziemlich blöde. Von künstlicher Intelligenz keine Spur. Lerngruppen sollen dem jetzt abhelfen: Sie sollen voneinander lernben.
Künstliche Intelligenz ist das ganz große Ding. In Zukunft. Denn bislang können Roboter immer nur das gut, was ihnen fest einprogrammiert wurde.
Kompliziert wird es, wenn sie eigene Fähigkeiten entwickeln sollen. Dann reicht es bestenfalls einmal zur Maschine mit Sonderbegabung Sockenfalten, die aber schon scheitert, wenn sie ein Glas Wasser eingießen soll. Das Problem: Während der Mensch eine Phase der umfangreichen Datenakquise (vulgo: "Kindheit") hinter sich bringt, sind Roboter auf Programmierer angewiesen. Die aber spendieren nur Spezialfähigkeiten.
Um auch Robotern ein solides Basiswissen mitzubringen, orientieren sich US-Wissenschaftler nun am Prinzip der Lerngruppe. Beim Projekt "Million Object Challenge " der Brown University in Providence, USA, ist ein Industrieroboter rund um die Uhr damit beschäftigt, verschiedene Gegenstände zu vermessen, zu greifen und zu erfühlen. Die gesammelten Daten werden in einer Datenbank gespeichert, Doktoranden aus anderen Universitäten greifen auf dieselbe Datenbank zu.
Ziel ist es, eine Bibliothek mit Millionen von Gegenständen aufzubauen, mit deren Hilfe auch andere Roboter Gegenstände erkennen können. Mehr noch: Hat eine Maschine die Handhabung eines Gegenstands gelernt, kann sie ihr Wissen ebenfalls mit den anderen Maschinen teilen.
Möglich wird dies, weil sich viele Forschungsroboter ein Software-Framework namens ROS (Robot Operating System) teilen. Die Lerngruppe in der Cloud ermöglicht nun schnellere Lernerfolge.
