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Studie: Frauen holen online auf - dank Fußball
10.08.2000 (iBusiness) Im Mai haben in USA erstmals mehr Frauen als Männer das Internet genutzt. Auch in Europa wächst der Anteil der Surferinnen kontinuierlich. Zu dem Ergebnis kommt MMXI bei seiner monatlichen Aufstellung der Online-Nutzungsdaten
Steigende Tendenz für Frauen im Netz stellt MMXI auch in Deutschland fest: der Anteil weiblicher Surfer über 14 Jahre ist von 27,3 im Januar auf 31,7 Prozent im Juni angestiegen. Dementsprechend hat sich im gleichen Zeitraum der Anteil der männlichen Internetnutzer von 68 auf 62,9 Prozent verringert.
Im März hatte MMXI Deutschland herausgefunden, dass Userinnen praxisorientiert surfen. Auch die neuesten Analysen bestätigen, dass Frauen ins Netz gehen, um gezielt nach Informationen zu suchen oder sich den ein oder anderen Weg in ein Geschäft zu ersparen. Zu den beliebtesten Sites bei Frauen zählen in Europa Angebote, die Informationen über Einkaufsmöglichkeiten, Karriere und Reisen beinhalten.
- Ergebnisse für Großbritannien: die Online-Angebote Tescodirect.com und Tesco.co.uk des
Handelsunternehmens Tesco werden überdurchschnittlich stark von Frauen besucht. Aber auch bei
Egreetings.com, einer Site zum Versenden virtueller Geschenke und Grüße, und Handbag.com , einem neuen Frauenportal, liegt der Anteil weiblicher Besucher deutlich über dem Durchschnitt.
- Französische Ergebnisse: Ach hier sind weibliche Surfer im Netz gezielt auf der Suche nach Shopping- und Reiseinformationen. Die Retail-Site Redoute.fr, das Frauenportal Aufeminin.com und die Reise-Site Ebookers.com wurden von mehr Frauen als Männern besucht.
- Die deutsche Hitliste der Webangebote: Schlecker.de , Neckermann.de , die Job-Site des Arbeitsamts sowie die Shopping-Suchmaschine Geizkragen.de haben im Juni den höchsten Anteil weiblicher Nutzer.
- Beliebte Frauen-Sites in Schweden: Retail-Site Ellos.se , Bluemountain.com , eine Domain für elektronische Post, und der Online-Reiseanbieter Always.se .
- Im Vergleich zu den Europäerinnen interessieren sich amerikanische Surferinnen noch stärker für Online-Shopping-Angebote. Einen hohen Frauenanteil haben Alldays.com , Chadwicks.com , Zianatural.com und Onehanesplace.com wie auch Avonorder.com , Oilofolay.com , Avon.com , Anti-Wrinkle.com und Motrin.com , Websites zu Gesundheit und Schönheitsprodukten. Lediglich Birthdayexpress.com ist eine Site mit anderen Inhalten: hier sucht die Amerikanerin online nach Ideen und Rezepten für ihre nächste Party.
Die Studie wird von einer aktuellen Untersuchung von NetValue bestätigt, die herausgefunden haben will, dass es der Fussball ist, der den Frauenanteil im Internet auf ungeahnte Höhen katapultiert hat. Der relative Anteil der Frauen unter den Internet-nutzern sei im Juni in Frankreich um 3,2%, in Deutschland um 4,1% und in Großbritannien um 5,5% gegenüber dem Vormonat gestiegen. Der relative Anteil der männlichen Surfer sank analog um den gleichen Prozentsatz. Als Grund für dieses Phänomen nennt NetValue, dass im Juni in allen drei Ländern nicht etwa überproportional mehr Frauen sondern weniger Männer im Internet surften. NetValue führt den Rückgang der Internetaktivitäten bei den Männern auf die Fußball-Europameisterschaft zurück, die im Juni stattgefunden hat.
NetValue zufolge waren in Deutschland im Juni 37,1% aller privater Internetnutzer Frauen. Damit ist die "Frauenquote" gegenüber Mai um um 4,1% gestiegen, da im Mai lediglich 33,0% aller privater Internetnutzer Frauen waren. Der relative Anteil der männlichen Internetsurfer sank analog von 67,0% im Mai auf 62,9% im Juni.
| Geschlechtsspezifischer Anteil der Internetnutzer im Mai und Juni (Quelle: NetValue) | |||
|---|---|---|---|
| Deutschland | Mai | Juni | Veränderung Mai/Juni |
| Männer | 67% | 62,9% | -4,1% |
| Frauen | 33% | 37,1% | +4,1% |
| Großbritannien | Mai | Juni | Veränderung Mai/Juni |
| Männer | 62% | 56,5% | -5,5% |
| Frauen | 38% | 43,5% | +5,5% |
| Frankreich | Mai | Juni | Veränderung Mai/Juni |
| Männer | 66,4% | 63,2% | -3,2% |
| Frauen | 33,6% | 36,8% | +3,2% |
Eine ähnliche Entwicklung hat NetValue in Großbritannien und Frankreich festgestellt. In Großbritannien war das Phänomen am stärksten. Dort verschob sich die geschlechtsspezifische Nutzerquote von Mai auf Juni sogar um 5,5%, das heißt im Juni nutzten anteilsmäßig 5,5%mehr Frauen beziehungsweise 5,5% weniger Männer das Internet als im Mai. Im Mai betrug das Nutzerverhältnis zwischen Männern und Frauen noch 62% zu 38%.
In Frankreich waren von den Internetnutzern im Juni 36,8% Frauen und 63,2% Männer. Gegenüber Mai stieg der relative Anteil der weiblichen Internetnutzer beziehungsweise sank der Anteil der männlichen Internetnutzer um 3,2%.
