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Unternehmen fehlen Fachkräfte für Datenschutz

von steiger_2

29.01.2018 Mehr als jedes zweite Unternehmen (56 Prozent) in Deutschland hat weniger als eine Vollzeitstelle für Mitarbeiter eingeplant, die sich hauptsächlich mit Datenschutzthemen befassen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Unternehmensbefragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom  .

 (Bild: Pixabay)
Bild: Pixabay
Bild: Pixabay unter Creative Commons Lizenz by-sa
In genau eine Vollzeitstelle für Datenschutzangelegenheiten investiert gut jedes vierte Unternehmen (27 Prozent). 14 Prozent der Unternehmen haben mehr als eine Vollzeitstelle für Mitarbeiter vorgesehen, die sich hauptsächlich mit Datenschutz beschäftigen.

Insbesondere hinsichtlich des In-Kraft-Tretens der EU-DSGVO nach der zweijähriger Umsetzungsfrist ist dies bedenklich, zumal längst nicht alle ausreichend vorbereitet sind. Viele Unternehmen müssen zunächst ein Verarbeitungsverzeichnis für Personendaten erstellen. Außerdem müssen sie Prozesse in der Produktentwicklung anpassen, um dem neuen Grundsatz des Privacy by Design gerecht zu werden. Darüber hinaus müssen sie zusätzliche Informationspflichten gegenüber Kunden berücksichtigen.Hier sieht der Bitkom weiteren Nachholbedarf.

EPrivacy-Verordnung kommt später

Das Inkrafttreten der ursprünglich für Mai 2018 angekündigten der EPrivacy-Verordnung wird sich wohl noch bis in die zweiten Jahreshälfte 2018 verspäten. Ziel der Verordnung ist es zum einen, die Vertraulichkeit der Kommunikation zu schützen. Zum anderen formuliert die EPrivacy-Verordnung zusätzliche Datenschutzvorschriften, die besonders im Bereich der Verarbeitungs- und Speicherfunktion in Endgeräten wie PCs, Tablets oder Smartphones über die Datenschutzgrundverordnung hinausgehen. Auch den aktuellen Gesetzentwurf der EU-Kommission zur EPrivacy-Verordnung kritisiert der Bitkom daher scharf.

Der Verband vertritt die Ansicht, dass derzeit "Balance zwischen dem Schutz der Privatsphäre einerseits und neuen Technologien andererseits" zerschlagen werde.
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