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Lebensmittel: Online-Käufer bleiben hungrig
10.01.2001 (iBusiness) Kunden, die von zuhause aus Lebensmittel im Internet einkaufen möchten, werden von Lebensmittelindustrie und Handel kaum bedient. Bei keiner anderen Produktkategorie klaffen Kaufwunsch und Wirklichkeit so weit auseinander.
Die Bonner AFC Unternehmensberatung untersuchte gemeinsam mit der Fachhochschule Neubrandenburg die Internet-Realität von Lebensmittelindustrie und Einzelhandel. Dabei zeigte sich gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Veränderung vor allem in der Zielgruppenorientierung der Industrie. Während Ende 1999 die meisten Lebensmittelhersteller ihre Online-Angebote ganz überwiegend auf den Konsumenten ausgerichtet hatten, adressierten die Angebote zum Ende des Jahres 2000 sehr viel stärker die Geschäftspartner der Industrie in Handel, Gastronomie und auf der Beschaffungsseite der Lebensmittelhersteller.
Auch der Lebensmittelhandel hat diese Chancen bisher nicht wahrgenommen. Gemeinsame Inhalts-Angebote von Industrie und Handel bleiben die absolute Ausnahme. Dabei läge nichts näher, als z.B. die Zutatenliste aus der Rezeptdatenbank eines Herstellers direkt in den Warenkorb eines Händlers zu überführen, um dort den übrigen Einkaufsbedarf zu ergänzen, schlagen die Berater vor.
"Der Handel hat bisher seine logistischen Probleme nicht lösen können," fasst Micha Teuscher, Professor für Betriebswirtschaftslehre in der Lebensmitteltechnologie an der Neubrandenburger Fachhochschule die Ergebnisse der Forschungsaktivitäten zusammen. Vollständige Warenkörbe im Lebensmittelbereich enthalten immer auch Produkte, die gekühlt werden müssen. Auf längeren Transporten sind dabei unterschiedliche Kühlstufen für Tiefkühlprodukte, Obst, Fleisch etc. erforderlich. Die Organisation eines derartigen flächendeckenden Distributionsnetzes ist derzeit nicht wirtschaftlich zu organisieren. Flächendeckende Angebote ohne Frischwaren zielen jedoch an den Wünschen der Konsumenten vorbei, wie der gescheiterte Versuch der Direktkauf AG im letzten Jahr gezeigt hat.
Die Berater der AFC folgern, dass der Lebensmittelvertrieb via Internet vor allem Nischenanbietern und lokalen Händlern eine Chance biete, sich im Wettbewerb zu differenzieren. Mit Internet und Heimbelieferungen verfügen lokale Händler über wichtige Komponenten, um den Servicegrad und damit die Kundenbindung in der Region deutlich zu erhöhen. Allerdings, betont Strecker, bedeute dies auch die Abkehr von der Vorstellung, dass mit E-Commerce das schnelle Geld im Endkundengeschäft verdient werde. Vielmehr gehe es um die Entwicklung von langfristig wirksamen Dienstleistungskonzepten für den Handel.
Lebensmittel: Online-Käufer bleiben hungrig
Das Konzept funktioniert, nur stand für dieses Modell kein VC-Geld zur Verfügung. Der Markt ist donnoch frei und auch wir fragen uns, warum vor uns noch kein anderer auf diese Lücke gestoßen ist. iCook steht bereit, mit Supermärkten zusammenzuarbeiten, der Nutzen liegt auf der Hand.
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