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Zur Studie "Digitalagenturen im Umbruch"
Jeder Zehnte kann gar nicht mehr ohne: KI wird Infrastruktur für Führungskräfte
27.07.2026 Künstliche Intelligenz ist in deutschen Unternehmen zunehmend fest in Entscheidungs- und Arbeitsprozesse integriert. Besonders Führungskräfte sind auf die Technologie angewiesen: Nur acht Prozent der C-Level-ManagerInnen erwarten bei einem Wegfall von KI keinerlei Auswirkungen auf ihre Arbeit.
Besonders ausgeprägt ist die Abhängigkeit auf den oberen Führungsebenen. 31 Prozent der befragten UnternehmensinhaberInnen geben an, ihre Arbeit wäre ohne KI deutlich komplizierter. Damit erreicht diese Gruppe den höchsten Wert aller Hierarchiestufen. Im mittleren Management sagen dagegen 23 Prozent, ein Wegfall der Systeme würde keinen Unterschied machen. "Wer strategische Entscheidungen vorbereitet, große Informationsmengen bewertet oder komplexe Zusammenhänge analysiert, nutzt KI heute vielfach als integralen Baustein seiner Arbeit", sagt Yusuf Erdogan, , Country Lead Digital & Technology bei Expleo Deutschland. Je größer die Führungsverantwortung, desto stärker sei KI bereits in Entscheidungsprozesse eingebunden.
Die Zahlen zeigen damit auch ein wachsendes betriebliches Risiko. Wird KI nicht mehr nur zur Effizienzsteigerung, sondern als Voraussetzung für Entscheidungen und Arbeitsfähigkeit eingesetzt, gewinnen Ausfallsicherheit, Governance und alternative Prozesse an Bedeutung. Unternehmen müssen daher nicht nur den Einsatz der Technologie organisieren, sondern auch klären, welche Aufgaben bei technischen Störungen noch ohne KI erledigt werden können.
Im Ländervergleich ist die Abhängigkeit in Deutschland besonders hoch. 28 Prozent der Beschäftigten rechnen ohne KI mit deutlich mehr Stress. Nur zwölf Prozent erwarten keinerlei Auswirkungen - der niedrigste Wert der vier untersuchten Länder. Der deutsche AI-Pulse-Index bleibt im Juni 2026 mit 67 Punkten stabil. Für die Studie befragt die Insights-Agentur Opinium im Auftrag von Expleo seit August 2025 monatlich jeweils 200 Führungskräfte pro Land. Die Teilnehmenden stammen unter anderem aus IT, Finanzdienstleistungen, Handel, Ingenieurwesen sowie Transport und Logistik.
