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Zur Studie "Digitalagenturen im Umbruch"
IT-Fachkräftemangel hat sich in den letzten drei Jahren halbiert
04.09.2026 Der Mangel an IT-Fachkräften in Deutschland hat sich innerhalb von drei Jahren deutlich verringert. Gleichzeitig verändert Künstliche Intelligenz die Arbeit in IT-Abteilungen, ohne bislang zu einem breiten Stellenabbau zu führen. Das geht aus einer Studie des Digitalverbands Bitkom hervor.
Fast alle Unternehmen mit IT-Stellen kämpfen weiterhin mit der Besetzung offener Positionen. 97 Prozent berichten von Schwierigkeiten bei der Rekrutierung. Als größte Hürden nennen sie fehlende Deutschkenntnisse, mangelnde Qualifikationen bei neuen Technologien sowie ausbleibende Bewerbungen.
KI verändert IT-Arbeit, ersetzt aber kaum Beschäftigte
Künstliche Intelligenz spielt in IT-Abteilungen bereits eine wichtige Rolle. 42 Prozent der Unternehmen setzen KI in der IT ein, weitere 36 Prozent planen dies. Ein flächendeckender Einsatz ist allerdings noch die Ausnahme.Einen massenhaften Stellenabbau durch KI sehen die Unternehmen bislang nicht. Lediglich 10 Prozent der Unternehmen mit KI-Einsatz haben vereinzelt IT-Stellen abgebaut. 85 Prozent haben nach eigenen Angaben keine Stellen durch KI ersetzt. Gleichzeitig erwartet knapp die Hälfte der Unternehmen künftig einen höheren Bedarf an IT-Fachkräften mit KI-Kompetenzen.
Routineaufgaben verschwinden, Weiterbildung wird wichtiger
Nach Einschätzung der Unternehmen wird KI die Aufgabenprofile in der IT deutlich verändern. 74 Prozent erwarten, dass die Steuerung und Kontrolle von KI an Bedeutung gewinnt. Rund zwei Drittel gehen davon aus, dass KI-Kenntnisse künftig in nahezu allen IT-Berufen erforderlich sein werden. Gleichzeitig rechnen viele Unternehmen damit, dass Routine- und klassische Einstiegsaufgaben zunehmend automatisiert werden.Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, setzen Unternehmen weiterhin vor allem auf Weiterbildung, Kooperationen mit Hochschulen und Nachwuchsförderung. Bereits 19 Prozent nutzen nach eigenen Angaben verstärkt KI, um fehlende Fachkräfte zumindest teilweise zu kompensieren.
