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Werbemarkt: Online legt zweistellig zu, Kino wächst kräftig

17.09.2026 Der deutsche Werbemarkt hat sich im August auf dem Niveau des Vormonats stabilisiert. Wachstumstreiber sind vor allem Kinowerbung, Online und Out-of-Home, während Fernsehen und Radio im Jahresvergleich nachgeben.

 (Bild: ChatGPT/Sebastian Halm)
Bild: ChatGPT/Sebastian Halm
Nielsen   zufolge haben die Werbeinvestitionen in Deutschland im August 2026 rund 2,39 Milliarden Euro erreicht. Das entspricht einem Rückgang von 1,8 Prozent gegenüber Juli, liegt aber 0,9 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats.

Fernsehen bleibt mit 976,9 Millionen Euro zwar die mit Abstand größte Werbegattung. Gegenüber Juli stiegen die Investitionen leicht um 0,6 Prozent, im Jahresvergleich gingen sie jedoch um 4,9 Prozent zurück. Die Online-Werbung setzte ihren Wachstumskurs fort und erreichte 404,9 Millionen Euro. Das sind zwar 5,1 Prozent weniger als im Juli, aber 14,7 Prozent mehr als im August 2025.

Kino legt um mehr als 50 Prozent zu

Den stärksten Zuwachs verzeichnete die Kinowerbung. Die Investitionen stiegen auf 12,1 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 40,0 Prozent gegenüber Juli und 54,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch Out-of-Home entwickelte sich positiv. Mit 272,9 Millionen Euro lagen die Werbeausgaben zwar 0,7 Prozent unter dem Juli-Wert, übertrafen den August 2025 jedoch um 8,4 Prozent.

Die Printmedien kamen im August auf Werbeinvestitionen von insgesamt 593,6 Millionen Euro. Gegenüber Juli entspricht das einem Rückgang von 1,7 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich ein leichtes Plus von 0,4 Prozent. Innerhalb der Printgattungen entwickelten sich Zeitungen und Publikumszeitschriften unterschiedlich. Zeitungen steigerten ihre Werbeumsätze auf 441,6 Millionen Euro und lagen damit 2,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Publikumszeitschriften erreichten 152,1 Millionen Euro und verzeichneten ein Minus von 5,4 Prozent gegenüber August 2025.

Radio musste die größten Rückgänge unter den klassischen Medien hinnehmen. Die Werbeinvestitionen beliefen sich auf 128,6 Millionen Euro. Das sind 12,4 Prozent weniger als im Juli und 5,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
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