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E-Commerce in der DACH-Region auf Rekordniveau

08.11.2021 Auch wenn inzwischen viele Corona-Einschränkungen aufgehoben werden, verlagert sich das Kaufverhalten der Verbraucher in der DACH-Region weiter in Richtung Internet.

 (Bild: Pixabay/ Tumisu)
Bild: Pixabay/ Tumisu
In Deutschland kaufen inzwischen mehr Verbraucher online ein (46 Prozent) als im stationären Geschäft (43 Prozent). In Österreich bevorzugen 40 Prozent den Online-Einkauf und in der Schweiz sind es immerhin 28 Prozent der Verbraucher - Tendenz weiter steigend. Zudem sagt jeder Vierte in der Region, dass er dieses Kaufverhalten auch nach Ende der Pandemie nicht mehr ändern will. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt das aktuelle Update des E-Com Report DACH, einer Befragung von knapp 8.000 Konsumenten, die von Kantar Sifo zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser zwischen September 2020 und Juni 2021 im Auftrag des europäischen Zahlungsdienstleisters Nets Group zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser für die DACH-Region durchgeführt wurde.

Fast drei Viertel der Deutschen und Österreicher kaufen bevorzugt Produkte online

In der DACH-Region liegt der Fokus der Verbraucher beim Onlineshopping klar auf Produkten: 74 Prozent der Deutschen, 70 Prozent der Österreicher und knapp 57 Prozent der Schweizer gaben an, Produkte online erworben zu haben. Klarer Favorit ist dabei Kleidung: Fast die Hälfte aller Online-Käufer in Deutschland (48 Prozent) und der Schweiz (46 Prozent) und immerhin 41 Prozent der Österreicher haben im Untersuchungszeitraum ihre Kleidung online gekauft. Und sogar traditionell eher analog verkaufte Produkte, wie Apothekenartikel, landeten 2020/2021 in Deutschland mit 26 Prozent und in Österreich mit 27 Prozent auf Platz zwei der am meisten online gekauften Artikel. Im Bereich der am meisten online gekauften Dienstleistungen, dominierten in allen drei Ländern (DE 40 Prozent, AT 39 Prozent, CH 34 Prozent) Streaming-Dienste für Musik, Filme und Hörbücher.

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E-Commerce in DACH-Region 2021
(chart: E-Com Report DACH)


Jede Nation mit unterschiedlichen Zahlungspräferenzen

Was das Bezahlen selbst angeht, haben Deutsche, Österreicher und Schweizer unterschiedliche Vorlieben: In Deutschland bezahlen Verbraucher ihren Online-Einkauf am liebsten mit E-Wallets (40 Prozent), gefolgt von Rechnung (22 Prozent), Kreditkarte (12 Prozent), SEPA Lastschriftverfahren (8 Prozent) und Online-Überweisung (6 Prozent). In Österreich liefern sich E-Wallets (25 Prozent), Kauf auf Rechnung (23 Prozent) und Kreditkarte (22 Prozent) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Online-Überweisung und Debitkarte belegen mit 12 Prozent und 6 Prozent Rang 4 und 5. In der Schweiz dagegen sieht es noch einmal deutlich anders aus. Hier führt die Kreditkarte mit 30 Prozent vor Kauf auf Rechnung (23 Prozent) und E-Wallets (12 Prozent), Ratenzahlung (10 Prozent) und Debitkarte (8 Prozent). Weder in Deutschland noch in Österreich oder der Schweiz gibt es also eine alles dominierende Zahlungsmethode.

Was die Länder eint ist, dass ein breiter Zahlungsmix für alle E-Commerce-Händler in der DACH-Region wichtig ist, denn die Zahlen zeigen auch, dass knapp jeder Fünfte in der Region angab, seinen Onlinekauf aufgrund fehlender oder nicht funktionierender Bezahlverfahren ganz abgebrochen zu haben. Grundsätzlich sollten Händler auf einen unkomplizierten und nahtlosen Check-Out-Prozess achten, denn der Report zeigt auch, dass nach wie vor Amazon & Co. bei den Verbrauchern in der Region sehr beliebt sind. 57 Prozent der deutschen und 50 Prozent der österreichischen Konsumenten gaben an, dass sie lieber bei einem großen Online-Marktplatz kaufen als bei einem kleineren Händler. Hier sollte der Handel sich rüsten.

Der E-Com-Report wird vom europaweit tätigen Zahlungsdienstleister Nets Group seit einigen Jahren für die skandinavischen Länder (Dänemark, Schweden Norwegen und Finnland) jährlich erhoben. 2020 wurden erstmals auch Verbraucher in der DACH-Region und Polen befragt. Die aktuelle Umfrage ist ein Update des bereits im März dieses Jahres von der Nets Group veröffentlichten E-Com Reports 2020 und untersucht fortlaufend detailliert jeweils für die einzelnen Länder das Online-Kauf- und Bezahlverhalten der Konsumenten.

(AutorIn: Susan Rönisch )

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