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Wie das Internet die deutsche Gesellschaft beeinflusst

03.03.2009 Pünktlich zur Cebit veröffentlicht der Bitkom eine grundlegende Studie über den Stellenwert des Internets in der deutschen Gesellschaft. Dabei teilt das Web die Deutschen in eine Zweiklassengesellschaft.

 (Bild: Claudia Hautumm/Pixelio.de)
Bild: Claudia Hautumm/PIXELIO.de
Auf der IT-Messe Cebit hat der Branchenverband Bitkom   eine Studie veröffentlicht, in der er den Einfluss des Internets auf die Deutschen untersucht hat. Befragt wurden 1.000 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren. Das Ergebnis: 55 Prozent der Deutschen können sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen. "Das Web ist keine virtuelle Nebenwelt mehr, es hat den Lebensstil vieler Menschen verändert", analysiert Bitkom-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer die Ergebnisse.

Besonders deutlich wird die Digitalisierung der Gesellschaft bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Hier sagen sogar 84 Prozent, dass ein Leben ohne Internet für sie undenkbar sei. "Die Unter-30-Jährigen würden eher auf das Auto oder ihren aktuellen Lebenspartner verzichten als auf Internet oder Handy", berichtet Scheer.

Vor allem die Kommunikationskomponenten des Webs dringt immer tiefer in die gesellschaftlichen Strukturen ein. Jeder zweite Nutzer von Internet-Plattformen wie Foren und Communities findet dort neue Freunde. Jeder sechste, der solche Plattformen nutzt, lernt über das Netz Geschäftspartner kennen - acht Prozent sogar ihren Lebenspartner. "Das Web stiftet reale Beziehungen und führt eben nicht zu Autismus und Entmenschlichung", kommentiert Scheer.

Allerdings scheidet das Web auch die Gesellschaft. Denn auffällig ist eine digitale Kluft nach Altersgruppen: Die Deutschen bis 49 Jahre sind gut vernetzt (zu 84 Prozent), die Generation ab 50 deutlich schlechter (40 Prozent).
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