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Studie belegt: Der Verkauf von Musik steht vor dem Aus
06.08.2008 Eine Studie im Auftrag der britischen GEMA hat es gezeigt: Mit dem Verkauf von Musik ist kein Geld mehr zu verdienen. Denn auch wenn komplette Alben kostenlos auf den Webseiten der Bands heruntergeladen werden können, greifen die Nutzer lieber zu den etablierten aber illegalen Filesharing-Diensten.
Die britische Gema, die MCPS-PRS Alliance , ließ die Marktforscher von Big Champagne untersuchen, wie Kunden ein kostenloses Download-Angebot der britischen Band Radiohead annahmen: Dazu wurde das letztes Album der Kapelle als Download auf der eigenen Website angeboten, und die Kunden konnten selbst bestimmen, ob überhaupt und wenn wie viel sie zahlen wollten. Das Ergebnis: Radiohead verschenkten ihr Album, aber die Hörer klauten die Musik lieber einige Klicks weiter. Allein über das Filesharing-Programm BitTorrent wurde das Album bereits am ersten Tag nach der Veröffentlichung 400.000 aus dem Netz gesaugt, 2,3 Millionen Downloads waren es nach gut drei Wochen.
Damit ist zumindest im Einzelfall ein Hauptargument der Musikindustrie aktiv und mit aller juristischen Härte gegen illegale Musik-Downloader vorzugehen: Der Konsument würde gerne auf illegale Angebote verzichten, wenn man den Verfolgungsdruck nur entsprechend erhöht und parallel dazu technisch konkurrenzfähige Verkaufsdownloads anbietet. Big-Champagne-Chef Eric Garland bringt es auf den Punkt: "Tauschbörsen sind etabliert, unglaublich beliebt und werden niemals verschwinden". Es sei endlich Zeit "damit aufzuhören, gegen den Strom zu schwimmen" und das Nutzerverhalten zu akzeptieren, fordert er.
