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Technology-Watch: Pralinen-Drucker

08.07.2011 Forscher der amerikanischen Cornell University haben das Rapid-Prototyping-System Fab@Home   zur Herstellung von Nahrung weiterentwickelt. Der Vorteil: Das System ist Open Source.

 (Bild: birgitH_pixelio.de)
Bild: birgitH_PIXELIO

Das System druckt normalerweise verschiedene Kunststoffarten Schicht für Schicht über ein Spritzensystem, bis ein Modell entsteht. Die gelartige Substanz härtet anschließend aus. Zum Herstellen von Nahrungsmitteln werden die Kartuschen mit Essbarem passender Konsistenz gefüllt, etwa Teig, Schokolade oder Gelee. Anschließend baut das System die gewünschte Form aus einem Standard-CAD-Computermodell auf.

An der Idee arbeitet das Team um den Physiker Jeffrey Ian Lipton schon seit mehreren Jahren. 2009 begann dann eine Kooperation mit einer renommierten Kochschule, dem French Culinary Institute. Ziel ist die Produktion neuartiger Nahrungsmittel, die mit normalen küchentechnischen Mitteln sonst nicht herstellbar wären. "Wir denken da beispielsweise an ganz neue Texturen", erläutert Lipton.

Kann das bisherige System maximal zwei Substanzen gleichzeitig drucken, was den ständigen Austausch der Rohstoffkartuschen erfordert, soll "Fab@Home 3" bis Ende des Jahres vier unterschiedliche Stoffe zu Nahrung verarbeiten.

"Vorstellbar ist so beispielsweise, dass ein Konditor komplexe Pralinen erstellt", sagt Lipton. "Fab@Home" ist quelloffen und kann von jedem Interessierten für unter 2000 Dollar selbst gebaut werden.

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