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Wann die Nutzer Werbung bei Onlinevideos akzeptieren
27.03.2009 Onlinevideos sind mittlerweile ein fester Bestandteil vieler Webangebote. Videoplattformen, Newsportale und Social Networks verfügen über Millionen von Nutzern und stellen somit für Werbungtreibende immens attraktive Werbeumfelder dar. An welcher Stelle eines Onlinevideos Werbung von der Nutzern akzeptiert wird und wie lange ein Spot maximal sein sollte, hat Fittkau und Maaß identifiziert.
- Video-Ads werden von 41 Prozent nur als Pre-Roll akzeptiert. Das heißt, der Spot muss vor Beginn des Videos laufen. Unterbecherwerbung wird fast komplett abgelehnt. Für diesen Werbezeitpunkt können sich nur zwei Prozent der Befragten erwärmen. Für 13,9 Prozent sind Werbespots akzeptabel, die am Schluss eines Onlinevideos laufen.
- Ein Werbespot darf eine maximale Länge von 15 Sekunden nicht überschreiten, fordern 73 Prozent der Befragten.
Die Detailauswertung der akzeptierten Spotlängen macht eines deutlich: Die grundlegende Akzeptanz von Video-Ads ist für den Werbungtreibenden nur ein Phyrrussieg. Denn für 27,9 Prozent der befragten Nutzer sind Spots von maximal zehn Sekunden in Ordnung. Maximal fünf Sekunden nähmen 28,1 Prozent der Onliner in Kauf. Gerade einmal 17 Prozent akzeptieren Spots mit 15 Sekunden Dauer. Für die Werbungtreibenden und Agenturen bedeutet dies, dass sie umdenken müssen. Im TV haben die Werber im Durchschnitt 30 bis 60 Sekunden Zeit, um ihre Botschaft an den Zuschauer zu bringen. Dies bestätigt iBusiness Zarifa Schmitt , stellvertretende Unternehmenssprecherin des Vermarkters IP Deutschland . In Online-Spots müssen sie mit der Hälfte oder sogar einem Viertel der Zeit auskommen.
"Was schon vermutet wurde, hat sich nun bestätigt: TV-Werbespots lassen sich nicht einfach eins zu eins in das Internet portieren, vielmehr erscheint eine mediengerechte Aufbereitung sinnvoll", bewertet Susanne Fittkau , Geschäftsführerin von Fittkau & Maaß die Ergebnisse im Gespräch mit iBusiness. Diese Forderung setzten die Werbungtreibenden auch bereits zum Teil um, berichtet Zafira Schmitt aus der Praxis. Eine maximale Länge von 15 Sekunden bei Video-Ads habe sich bewährt. "Dies liegt nicht zuletzt an dem eigentlichen Content der in der Regel im Netz wesentlich kürzer ist als im TV", so Schmitt gegenüber iBusiness. Videoportale wie Clipfish seien in der Regel mit kurzen Clips im 4-Minuten-Format bestückt.
Allerdings hat IP Deutschland in eigenen Studien herausgefunden, wann Unterbrecherwerbung dennoch von den Nutzern akzeptiert wird. "Bei Long-Tail-Formaten haben wir in Verbindung mit RTLNOW.de eigene Forschung betrieben und festgestellt, dass eine abgerufene Folge mit mehr als einem Spot unterbrochen werden kann und die Länge der Spots Auswirkungen auf die Wahrnehmung hat", fasst Schmitt die Kernaussage der eigenen Erhebung zusammen. In dieser Studie zeige sich: Je länger der Spot umso stärker die Wirkung.
Aktuelle Studien gehen von einem Marktvolumen von rund 26 Millionen Video-Nutzern in Deutschland aus. Laut dem Branchenverband BITKOM haben in der Zeit von Januar bis September 2008 die Nutzer im Durchschnitt 1,3 Milliarden Videos von den unterschiedlichen Google-Angeboten wie Youtube abgerufen. Mit 50 Millionen abgerufenen Videos liegen die Angebote von ProSiebenSat1 auf Platz zwei der Top Ten der größten deutschen Onlinevideo-Anbieter (iBusiness berichtete
Am: 27.03.2009
Zu: Wann die Nutzer Werbung bei Onlinevideos akzeptieren
Allerdings ist natürlich nicht abzustreiten, dass die Medien-spezifische Aufbereitung der Werbung die Akzeptanz in dem Moment erhöht, in dem die Werbung erscheint. Nur hat das nichts mit der generellen Akzeptanz von Unterbrecherwerbung bei Online-Spots zu tun.
