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Studie: Tageszeitungen investieren in Web 2.0 und Video
27.01.2009 Die Webseiten der deutschen Tageszeitungen bauen immer mehr Rankings, Kommentarfunktionen und Bookmarkingdienste in ihre Webseiten. Die deutlichste Veränderung, die die jetzt veröffentlichte Zeitungsstudie ermittelt hat, ist nicht weniger als ein Paradigmenwechsel in der Online-Publishingtätigkeit deutscher Verlage.
Kernergebnisse der Studie:
- Videos (eigenproduziert oder zugekauft) bieten inzwischen 82 Prozent der untersuchten Zeitungswebsites an.
- 70 Prozent der Zeitungswebsites bieten einen RSS-Feed an.
- RSS-Feeds nach Kategorien bieten 57 Prozent an
- Rankings wie "am meisten gelesen" oder "am meisten kommentiert" bieten 39 Prozent an.
- Eine Kommentarfunktion ist bei 45 Prozent der Zeitungs-Websites zu finden.
- Das Community-Feature "Forum" ist veraltet. Nur noch 39 Prozent der 100 auflagenstärksten Zeitungen bieten es an.
- Chats haben sich nicht bewährt, nur noch 9 Zeitungen bieten sie an
- Audio-Podcasts bieten 9 Prozent an
- Weblogs bieten 30 Prozent an
- Social Bookmarking bieten 31 Prozent an
Interessant ist die Veränderung: Am schnellsten gewachsen sind Registrierungspflicht (plus 325 Prozent), Social Bookmarking (158 Prozent) und "Häufig gelesene Artikel (117 Prozent), gefolgt von der Kommentarfunktion (61 Prozent).
Vor allem die erste Zahl ist als Paradigmenwechsel zu sehen: Die Zeitungen verabschieden sich vom anonymen Nutzer hin zur direkten Leserkommunikation, in dem sie dem Leser über den Registrierprozess erkennbar und damit individuell ansprechbar macht. Spannend ist die Frage, ob die Verlagsoberen diese Chance erkennen.
Autor Steffen Büffel sieht jedoch Licht und Schatten im Zeitungsmarkt: "Was die rein quantitative Auszählung nicht verrät, ist die Qualität der redaktionellen Inhalte. Gerade im Bereich Videos ist von zugekauftem Agenturcontent, über miserabel gemachte Eigenproduktionen bis hin zu semi-professionellen und professionellen Produktionen alles zu finden."

