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Jeder vierte Deutsche befürwortet Olympia-Status für E-Sports

02.08.2016 Fast jeder vierte Bundesbürger (23 Prozent) kann sich vorstellen, dass der sportliche Wettkampf unter Computerspielern zur olympischen Disziplin wird. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom   im Vorfeld der Olympischen Spiele in Rio.

 (Bild: Unsplash Pixabay)
Bild: Unsplash Pixabay
Unter den Befragten, die selbst Video- und Computerspiele spielen, sind es mit 40 Prozent zwar mehr - aber hier dürfte man einen höheren Anteil erwarten. im Altersvergleich sehen vor allem Jüngere olympisches Potential im elektronischen Sport: In der Generation der 14- bis 29-Jährigen können sich 38 Prozent vorstellen, dass E-Sports in naher Zukunft als olympische Disziplin anerkannt wird. Unter den Gamern in dieser Altersgruppe ist es fast die Hälfte (45 Prozent).

Bislang erkennt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB)   E-Sports nicht als offizielle Sportart an. Er argumentiert unter anderem damit, dass der elektronische Sport von seinen Spielern nicht die notwendige motorische Aktivität erfordert, um als Sport bezeichnet werden zu können. Diese Ansicht teilt die Games-Branche nicht. "Mit dem vermehrten Einsatz von Technologien wie Virtual Reality Brillen und Bewegungssensoren steigen die Anforderungen an die motorischen und koordinativen Fähigkeiten der Spieler", sagt Timm Lutter, Bitkom-Bereichsleiter für Consumer Electronics & Digital Media. Verbände wie die Electronic Sports League (ESL)   setzen sich bereits seit Jahren national und international für die Anerkennung und Förderung von E-Sports ein und schreiben ein einheitliches Regelwerk fest.

Preview von Umfrage - E-Sports als olympische Disziplin, ja oder nein?

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Inzwischen suchen sogar die ersten traditionellen Sportvereine den Brückenschlag. So hat zum Beispiel der Fussball-Erstligist FC Schalke 04   bereits damit begonnen, seine Nachwuchsförderung   auf den elektronischen Sport auszuweiten. In einigen Ländern, darunter Brasilien, dem Austragungsland der diesjährigen Olympischen Spiele, ist E-Sports bereits offiziell als Sportart anerkannt.

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.247 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt, darunter 517 Personen, die selbst Video- oder Computerspiele spielen. Die Umfrage ist repräsentativ.
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