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Nischenmarkt Einrichtung

Ausgabeverschiebungen belasten die Möbelbranche bis 2026

16.02.2024 Der Möbelmarkt ist mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konfrontiert. 2023 hat die Branche einen Umsatzrückgang von 3,6 Prozent verzeichnet, denn die Ausgaben für Einrichtungsgegenstände sind rückläufig. Auch 2024 deutet sich als schwieriges Jahr für die Möbelbranche an.

Viele Menschen tauschen aktuell eher das Buch (links) als die Couch (rechts) aus. Das belastet den Möbelhandel. (Bild: Pixabay/ karishea)
Bild: Pixabay/ karishea
Viele Menschen tauschen aktuell eher das Buch (links) als die Couch (rechts) aus. Das belastet den Möbelhandel.
Marktsättigung, Ausgabenverschiebung und steigende Preise: Die Rahmenbedingungen waren 2023 für die Möbelbranche sehr herausfordernd. Nach einem erfolgreichen Jahr 2022 mit fast zehn Prozent Umsatzwachstum, verliert die Branche 2023 (trotz deutlicher Preissteigerungen) 3,6 Prozent und liegt damit bei 22,6 Milliarden Euro. Grund für den Einbruch: Die Ausgabenverschiebungen der Menschen durch die weiterhin sehr hohen Energiepreise und Lebenshaltungskosten. Hinzu kommt: Möbel werden durch höhere Produktionskosten um Rohstoffe, Energie und Transport immer teurer. So kostet ein durchschnittliches Möbelstück heute rund 20 Prozent mehr als noch 2020. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt der neue 'Branchenbericht Möbel' des IFH Köln   und der BBE Handelsberatung  . Für 2024 prognostizieren beide erneut schrumpfende Umsätze.

"Mit dem deutlichen Umsatzrückgang im Jahr 2023 bei gleichzeitigen Preissteigerungen steht der Möbelhandel unter Druck. Es gilt, Produktivitätsverluste durch Optimierung der Verkaufsperformance oder Flächenreduktion zu kompensieren und durch diese frequenzfördernden Alternativangebote wichtige Deckungsbeiträge zu sichern", ordnet der Strategieleiter der BBE Handelsberatung, Dr. Philipp Hoog , die Daten ein.

Stationäre Händler punkten online: Den größten Anteil am Marktvolumen des Möbelhandels machen nach wie vor die großen Filialisten (38,0 Prozent) aus, gefolgt vom Möbel-Fachhandel (27,9 Prozent). Beide haben seit der Pandemie ihre Onlineaktivitäten ausgebaut und haben damit das Wachstum der reinen Versender und Internet-Pure-Player gebremst: Der Fachhandel kann sich wie in kaum einem anderen Markt behaupten. Aufgrund der erfolgreichen Onlineaktivitäten des stationären Handels hat der Onlineanteil im Möbelmarkt - trotz Umsatzrückgang der Branche insgesamt - im Jahr 2023 zugelegt. Der Onlineanteil liegt mittlerweile bei 13,7 Prozent.

Prognose: Marktwachstum frühestens 2026

Der Blick auf die weitere Marktentwicklung 2024 und 2025 bleibt verhalten. Die negativen Konjunkturaussichten werden nach Ansicht der Studie auch den Möbelhandel beeinflussen. Die StudienautorInnen rechnen mit einem weiteren nominalen Umsatzminus von 2,6 Prozent in der mittleren Prognosevariante. Ein leichtes Marktwachstum erwarten sie erst im Jahr 2026. Grund: Die privaten Haushalte seien verunsichert und befänden sich im Sparmodus. Die Ausgaben für Möbel würden daher aufgeschoben oder man greife auf Secondhandware zurück. Immerhin sei die sinkende Inflation ein Licht am Horizont.
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