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Checkliste: Zehn Do's and Don'ts für Webauftritte in China
06.07.2010 In China gelten andere Kriterien für erfolgreiche Internetauftritte als in Deutschland. Zehn Regeln, worauf Unternehmen bei ihrem chinesischen Webauftritt achten müssen.
Do's:
- Die Webseite muss mit ihrer ICP-Nummer offiziell bei den chinesischen Behörden angemeldet werden. Ohne diese Registrierung behält sich die Regierung vor, die Webseite zu blockieren.
- Das Design der Webseite muss an die Optik typischer chinesischer Seiten angepasst werden. Dabei sollte eine ausgewogene Mischung aus Farbenpracht bei der Bildauswahl und Glaubwürdigkeit der zu vermittelnden Inhalte gefunden werden.
- Die Webseite sollte für eine Darstellung mit dem Internet Explorer optimiert werden, der in China als Standard-Browser eingesetzt wird. Firefox hingegen hat weitaus geringere Marktanteile bei chinesischen Nutzern.
- Die Texte der Webseite sollten mit den wichtigen Keywords optimiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Webpräsenz in chinesischen Suchmaschinen gut auffindbar ist.
- Es sollte ein Budget bereitgestellt werden, um die Webseite für Suchmaschinen zu optimieren. Viel stärker als in westlichen Ländern werden hierfür in China kostenpflichtige Dienste genutzt.
Dont's:
- Übersetzen Sie die deutsche Webseite nicht 1:1 ins Chinesische! Damit ein Internetauftritt in China Erfolg hat, ist eine Lokalisierung und Anpassung an die Erwartungen chinesischer Nutzer erforderlich. Die betrifft nicht nur den Text, sondern auch Farbgebung und Informationsdichte.
- Behalten Sie nicht die Aufteilung der Seite bei, die bei der deutschsprachigen Version gewählt wurde! Der chinesische Text wird nur etwa 75 Prozent des Originaltexts entsprechen. Es sind unter anderem Anpassungen am Menü, an den einzelnen Absätzen, sowie an Bannern vorzunehmen.
- Orientieren Sie sich beim Suchmaschinenmarketing nicht an den hiesigen Erfahrungen mit Google! In China hat die chinesische Suchmaschine Baidu.com einen Marktanteil von 62 Prozent und ist daher maßgeblich für die Maßnahmen im Suchmaschinenmarketing.
- Nutzen Sie keine .com-Domain. Webseiten mit den Endungen .cn, .com.cn und .net.cn werden in chinesischen Suchmaschinen höher gerankt und daher besser gefunden.
- Hosten Sie die Webseite nicht in Deutschland. Die Zielgruppe hat einen schnelleren Zugang zu Internetauftritten, die auf lokalen Servern in China beheimatet sind. Ausfälle, die beispielsweise durch Naturkatastrophen wie Erdbeben ausgelöst werden, könnten sonst dafür sorgen, dass die Seite über Wochen hinweg nicht erreichbar ist.
iBusiness-Autor Christian Seifert ist Vorstandsvorsitzender der Avenit AG . Sie hat mit ihrer chinesischen Tochtergesellschaft Avenit Ltd. in Schanghai mehr als sechs Jahre Erfahrungen mit der Adaption von deutschen Webseiten für den chinesischen Markt und bislang eine Vielzahl solcher Projekte realisiert (u.a. den Auftritt des deutschen Expo-Pavillons 2010 in Shanghai).
