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Snowcrash-Autor: "Second Life wird überschätzt"

25.05.2007 Er ist der eigentliche Erfinder des 3D-Internets: Der Science-Fiction-Autor Neal Stephenson hat in seinem richtungsweisenden Roman Snowcrash das Hacker-Dorado 'Blacksun', Google Maps und auch die 3D-Avatarwelten vorhergesagt. Dennoch - oder gerade deswegen - zieht der Cyberpunk-Autor über Second Life her.

Stephenson hat selber Second Life   noch nicht besucht und habe auch keine Eile, verrät er in einem Interview mit der Netzeitung.

Das räumliche Internet sei eine interessante Idee, es gebe aber andere spannende Möglichkeiten, seine Lebenszeit zu nutzen: "Wenn ich auf meinem Totenbett liege, werde ich kaum sagen: Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit damit verbracht, auf meinem Arsch zu sitzen und auf Pixel zu starren." Und das, obwohl in seinem Roman Scow Crash   die Menschen sich fast dauernd im 'Metaversum' aufhalten.

Kultautor Neal Stephenson   sieht das 3D-Internet kritisch: "Die meisten Inhalte des Internets basieren auf Dokumenten wie Texten, Fotos, Videos und Audio. Die sind extrem benutzerfreundlich, so wie sie sind." 3D-Umgebungen seien allenfalls für Shops und für Communities sinnvoll. Eine naturalistische soziale Interaktion und die Möglichkeit, die Warenwelt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Andere Lösungen werden mit der Zeit sicher kommen. Aber Text, Fotos, Video und Audio werden daneben bleiben.
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