Jetzt zum Webinar anmelden
Agenturwert berechnen
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
(Un-)Sicherheit im Web behindert Onlinhandel
04.03.2009 Der BITKOM hat das große ungenutzte Potenzial beim Onlinehandel und im Onlinebanking in der starken Verunsicherung vieler Internetnutzer begründet. Nur 20 Prozent der Web-Nutzer haben keine Bedenken bei Transaktionen im Internet.
Laut Studie verweigerten sich 16 Millionen deutsche Internet-Nutzer aus Sicherheitsbedenken dem Online-Banking. 49 Millionen Deutsche ab 14 Jahren nutzen das Internet. Doch 41 Prozent von ihnen schicken wichtige Dokumente lieber per Post statt Mail. Gut jeder vierte Surfer verzichtet auf Online-Shopping, fast jeder fünfte auf die Buchung von Reisen oder Tickets. Nur 20 Prozent der Internet-Nutzer haben nach eigenen Angaben keine Sicherheitsbedenken bei Transaktionen im Web.
Laut der Umfrage haben 81 Prozent der Internetnutzer ein Virenschutzprogramm installiert - aber nur 55 Prozent eine Firewall, die den externen Datenverkehr überwacht und nach festen Regeln kontrolliert. Es deute viel darauf hin, dass insbesondere Netz-Neulinge mit Begriffen der IT-Sicherheit zu wenig anfangen können, so der BITKOM. Grundsätzlich sollten Nutzer ihre Software regelmäßig auf den neuesten Stand bringen, mit Bedacht surfen und keine Standardpassworte verwenden. So könnten sich die Anwender wirksam gegen Internet-Kriminelle schützen.
Ziel von Internet-Angriffen seien heute seltener die IT-Systeme, also die vorhandene Technik von Unternehmen und Verbrauchern. Betrüger versuchen verstärkt, die digitalen Identitäten der Nutzer anzugreifen, etwa Benutzerkonten in Firmen, private E-Mail-Accounts, Konten bei Onlineshops und Internet-Auktionshäusern sowie Banken. Auch persönliche Steckbriefe in Communities seien die potenziellen Ziele der Hacker.
In der aktuellen Umfrage gaben 29 Prozent der Internetnutzer an, sie hätten im Umfeld von Transaktionen im Netz schon einen finanziellen Schaden erlitten - etwa durch Viren, bei Online-Auktionen oder beim Online-Banking. Bei den meisten Opfern (18 Prozent) beschädigten Viren den privaten Rechner, er musste neu konfiguriert oder gar ausgetauscht werden. Jeweils 4 Prozent der Nutzer gaben an, beim Onlineshopping oder einer Auktion im Web geschädigt worden zu sein, etwa durch Lieferung von falscher oder minderwertiger Ware. Erfreulich niedrig ist die Zahl der Opfer beim Online-Banking. 0,6 Prozent der Internet-Nutzer seien nach eigenen Angaben bislang geschädigt worden.
Bei einer Umfrage im Jahr 2008 hatten erst 7 Prozent aller Computernutzer ab 14 Jahre angegeben, schon einmal im Zusammenhang mit der Internetnutzung finanziell geschädigt worden zu sein. Laut BITKOM gibt es mehrere Gründe für den starken Anstieg der Opferzahlen: Die Internet-Kriminellen haben sich professionalisiert, die Zahl der neuen Schadprogramme hat sich vervielfacht und immer breitere Bevölkerungsschichten mit teils geringerem Technik-Know-how nutzen Internet-Dienste. Zudem verlagerten sich mit der steigenden Verbreitung des Mediums auch unseriöse Angebote immer stärker ins Internet.
