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EU-Vergleich: Deutsche Onliner haben hohes Risikobewusstsein

04.08.2009 Deutsche Internet-Nutzer kennen die Gefahren im Internet und liegen mit diesem Wissen europaweit vorn. Das ergab eine aktuell veröffentlichte Umfrage im Auftrag der EU.

 (Bild: Vibrio)
Bild: Vibrio
In Deutschland kennen im Schnitt 95 Prozent der Internetnutzer die wichtigsten Gefahren im Netz. Befragt wurden in den 27 EU-Mitgliedsstaaten insgesamt 12.800 Personen, die auch von zu Hause surfen. Die Surfer mit einem Internetanschluss in der eigenen Wohnung wurden gefragt, welche von sechs Gefahrenquellen sie kennen. Das Risikobewusstsein ist demnach in der EU generell hoch - und bei den deutschen Nutzern in fast allen Kategorien überdurchschnittlich: 98 Prozent wussten um Schadsoftware wie Viren (EU-Schnitt: 97 Prozent), 98 Prozent um Spam (95 Prozent), 97 Prozent um Phishing (92 Prozent), 93 Prozent um den Diebstahl von elektronischen Daten oder Identitäten (90 Prozent), 92 Prozent um mögliche Gefahren für Kinder (92 Prozent) und 85 Prozent um die Möglichkeit, dass ihr Rechner von fremden Personen übernommen und Teil eines so genannten Bot-Netzes werden kann (81 Prozent). Ähnlich gut Bescheid um die Gefahren im Netz wussten die Surfer in Finnland, Großbritannien und Portugal. In Belgien, Rumänien und Bulgarien war das Bewusstsein am geringsten.

Nach einer Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM   haben 22 Prozent der deutschen Internetnutzer - das entspricht zehn Millionen Bundesbürgern - erlebt, dass ihr Computer mit einem Schadprogramm infiziert wurde. Sechs Prozent der Surfer sagen, sie seien Opfer eines Betrugs beim Online-Einkauf geworden. Vier Prozent wurden im Web verbal angegriffen oder belästigt. Eine Ausspähung oder illegale Nutzung ihrer persönlichen Daten beklagen zwei Prozent der Nutzer. Erfreulicherweise blieben 63 Prozent der Nutzer bislang negative Erfahrungen im Internet erspart.
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