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E-Privacy-Verordnung: Online-Werbung könnten um 30 Prozent schrumpfen, warnt Verband
16.01.2018 Um rund 30 Prozent könnte der deutsche Online-Werbemarkt durch die geplante EPrivacy-Verordnung schrumpfen, sagt eine Berechnung des Mediaagentur-Verbands OMG . Anhand von vier echten Werbekunden und ihren Werbeausgaben haben die Media-Experten nach eigenen Angaben die Folgen der geplanten EU-Verordnung simuliert.
Mehr Werbegeld für Google und Facebook
Die Mediaexperten haben ihrer Beispielrechnung die Werbedaten von vier echten Werbekunden und deren Mediaausgaben zugrunde gelegt und dann simuliert, wie sich deren Ausgabeverhalten ändern würde. Letztere Annahmen basieren auf Schätzungen auf des Verbands.In der Simulation würde ein großer Finanzdienstleister und ein Modehersteller ihr Online-Budget um jeweils 43 Prozent reduzieren. Ein Autobauer würde 38 Prozent einsparen, ein ECommerce-Anbieter 22 Prozent. Fast alle Unternehmen würden ihre Ausgaben bei Google und Facebook dagegen deutlich erhöhen. Unberücksichtigt bleiben in der Simulation allerdings mögliche Reaktionen der Vermarkter. So planen beispielsweise gleich zwei Unternehmenszusammenschlüsse mittels einer Single-Sign-In-Lösung dem Problem zu begegnen (siehe iBusiness: Interaktiv-Trends 2018/2019 - Das Zeitalter der Datenallianzen). Auch einzelne Vermarkter können Zustimmungen sammeln, um Konsumenten doch noch tracken zu können.
